Melden und Beheben von Mängeln

Der Fahrer ist verpflichtet, festgestellte Mängel dem zuständigen Aufsichtsführenden oder dem nachfolgenden Fahrzeugführer (Ablöser) mitzuteilen (§ 36 Abs. 2 BGV D29). Dazu kann auch die Checkliste der täglichen Fahrzeugkontrolle nach DGUV Grundsatz 314-002 (bisher: BGG 915) verwendet werden, auf der die Mängel angekreuzt werden und die dann dem Verantwortlichen übergeben werden kann.

Bei Mängeln, die die Betriebssicherheit gefährden, hat der Fahrzeugführer unbedingt den Betrieb einzustellen. Auf diese Verpflichtung muss der Fahrer auch im Rahmen einer Unterweisung hingewiesen werden. Hier sollten insbesondere Mängelbeispiele und Situationen besprochen werden, die eine sofortige Einstellung des Betriebs erforderlich machen. Die entsprechende Unterweisung ist schriftlich zu dokumentieren.

Falls das Fahrzeug einmal Mängel hat - Vorkehrungen für den Pannenfall

Wenn ein Unfall oder eine Panne passiert ist, ist es wichtig, nicht die Nerven zu verlieren. Und um in dieser Situation besonnen reagieren zu können, muss man sich vorher schon häufig gedanklich mit einer solchen Notsituation auseinandergesetzt haben.

Es wäre sinnvoll, das Thema "Verhalten in Notfällen" regelmäßig in einer betrieblichen Unterweisung anzusprechen. Dabei sollte den Mitarbeitern auf dem Betriebshof auch die Möglichkeit gegeben werden, gewisse Situationen praktisch zu üben. 

Unter dem Motto "Was tue ich, wenn …" sollten vom Unternehmer – am besten in Zusammenarbeit mit den Beschäftigten – Verhaltensmaßregeln aufgestellt werden. Diese können in Kurzform auf eine Art Karte gebracht werden, die dann im Fahrzeug mitgeführt wird. Neben Angaben zum richtigen Verhalten sollten auf dieser Notfallkarte auch wichtige Telefonnummern und Namen von Ansprechpartnern verzeichnet sein.

Tipps, wie man sich in einem Pannenfall verhalten soll sowie zur Absicherung finden Sie in der DGUV Information 214-010 (bisher BGI 800).
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