Koordination – Absprachen sind lebenswichtig

Wenn der Fahrer eines Lkw beim Kunden, z.B. an der Laderampe eines Supermarkts, Waren ablädt, so bewegt er sich zum Teil im Verantwortungsbereich des anderen Unternehmens.

In einer solchen Situation verlangen sowohl das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG § 8) als auch die Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention (BGV A1 § 6) eine Koordination zwischen den beteiligten Arbeitgebern. Für den Unternehmer ist es deshalb unabdingbar, sich mit dem Kunden abzustimmen. In einer gemeinsamen Gefährdungsbeurteilung können beispielsweise Festlegungen für die Be- und Entladesituation getroffen werden.
Es muss insbesondere eine Absprache darüber erfolgen:

  • welche Personen die Arbeiten durchführen,
  • welche Arbeitsmittel dabei benutzt werden,
  • welche Voraussetzungen dazu erfüllt werden müssen,
  • wie der Fahrer die Freigabe für die Ladearbeiten erteilt.

Diese Absprache ist erforderlich, um gegenseitige Gefährdungen bei den Ladevorgängen auszuschließen.
Wenn der Fahrer beim Be- und Entladen über die Laderampe hinaus in den Räumen des Fremdbetriebs tätig wird, muss er eine Einweisung erhalten. Wenn es aufgrund der Gefährdung erforderlich ist, muss zusätzlich ein Koordinator (z.B. Lagermeister) mit Weisungsbefugnis ausgestattet werden.
Allgemeine Festlegungen an der Ladestelle können jedem Anlieferer auf einem Merkblatt oder mithilfe eines Aushangs an der Ladestelle bekannt gemacht werden.
Die Verwendung von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) ist oft erforderlich. Darüber hinaus wird von einzelnen Kunden, wie z.B. Raffineriebetrieben, eine besondere PSA verlangt. Dies ist vor der Transportaufgabe vom Unternehmer in Erfahrung zu bringen. Dem Mitarbeiter muss dann die erforderliche PSA ausgehändigt werden. Zudem muss er entsprechend unterwiesen werden.

Alle Informationen zum Arbeitsschutzgesetz, zur DGUV Vorschrift 1 und zur Persönlichen Schutzausrüstung finden Sie im Kompendium Arbeitsschutz der BG Verkehr.
Zum Kompendium

 

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