Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Im Luftfahrtbereich kommen verschiedene Formen der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) zum Einsatz. Sie ist immer dann zu verwenden, wenn Gefährdungen am Arbeitsplatz nicht durch technische beziehungsweise organisatorische Maßnahmen vollständig beseitigt werden können.

Der Unternehmer ist verpflichtet, PSA bei Bedarf den Beschäftigten zur Verfügung zu stellen. Nach der Beurteilung der Arbeitsbedingungen für die verschiedenen Arbeitsplätze legt der Unternehmer im Rahmen der Maßnahmen fest, ob und welche Art von PSA zur Verfügung gestellt werden muss.

Schwerpunktmäßig zum Einsatz kommen u.a. folgende PSA:

Auffällige Arbeitskleidung

Auf dem Vorfeld besteht die Verpflichtung, auffällige Arbeitskleidung zu tragen. Diese sorgt mit ihren fluoreszierenden Farben am Tage für Auffälligkeit. Bei Dunkelheit sorgen retroreflektierende Streifen dafür, dass man sich visuell deutlich von der Umgebung abhebt.
Auch der Flugkapitän oder sein Co-Pilot sind gehalten z.B. beim "Outside-Check" mindestens eine Warnweste zur Sichtbarkeit zu tragen.
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Schutzschuhe

In vielen Bereichen, egal ob beim Be- und Entladen von Luftfahrzeugen oder beim Arbeiten in der Werkstatt, besteht die Gefahr von Fußverletzungen. Hier muss der Unternehmer nach gründlicher Analyse des Einsatzbereiches einen geeigneten Fußschutz in Form von Schutzschuhen zur Verfügung stellen.

Atem- und Gesichtsschutz

Beim Umgang mit Gefahrstoffen in verschiedensten Bereichen ist häufig als ergänzende Schutzmaßnahme das Tragen von Atem- und Gesichtsschutz erforderlich. Dies reduziert bei der richtigen Anwendung in der Regel die potentielle Gefährdung durch verschiedene Stoffe. Hier ist eine richtige Auswahl in Verbindung mit der Beratung des Betriebsarztes und der Fachkraft für Arbeitssicherheit unbedingt erforderlich.

Persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz

Persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz sind Auffangsysteme zur Sicherung von Personen an einem Anschlagpunkt. Mit ihnen wird ein Absturz entweder ganz verhindert oder die Person sicher aufgefangen. Der Einsatz dieser PSA kann in verschiedenen Bereichen erfolgen. Wichtig ist, dass beim Einsatz einer solchen Sicherungseinrichtung der praktische Einsatz durch qualifiziertes Personal regelmäßig vermittelt wird.

Schutzhandschuhe

Schutzhandschuhe schützen je nach Typ sowohl gegen mechanische Beanspruchung als auch gegen chemische, thermische und sonstige Einwirkungen. Wie bei jeder anderen PSA ist auch hier die Kennzeichnung wichtig. Durch sie weiß sowohl der Unternehmer als auch der Beschäftigte, dass die PSA die gewünschte Schutzwirkung besitzt.

Wetterschutzbekleidung

Für Beschäftigte die einen Arbeitsplatz im Freien haben, zählt auch die Wetterschutzbekleidung zur Persönlichen Schutzausrüstung. Sie ist dem Gesundheitsschutz dienlich und soll je nach Temperaturen oder Feuchtigkeit den Beschäftigten vor diesen physikalischen Einwirkungen schützen. Häufig wird dieser Wetterschutz in Kombination mit auffälliger Arbeitskleidung angeboten.

Weitere Informationen zu Persönlichen Schutzausrüstungen:

  • DGUV Regel 112-189 (bisher: BGR 189) - Benutzung von Schutzkleidung
  • DGUV Regel 112-190 (bisher: BGR 190) - Benutzung von Atemschutzgeräten
  • DGUV Regel 112-191 (bisher: BGR 191) - Benutzung von Fuß- und Knieschutz
  • DGUV Regel 112-192 (bisher: BGR 192) - Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz
  • DGUV Regel 112-193 (bisher: BGR 193) - Benutzung von Kopfschutz
  • DGUV Regel 112-194 (bisher: BGR 194) - Benutzung von Gehörschutz
  • DGUV Regel 112-195 (bisher: BGR 195) - Benutzung von Schutzhandschuhen
  • DGUV Regel 112-196 (bisher: BGR 196) - Benutzung von Stechschutzbekleidung
  • DGUV Regel 112-198 (bisher: BGR 198) - Einsatz von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz
  • DGUV Regel 112-199 (bisher: BGR 199) - Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen zum Retten aus Höhen und Tiefe

Mehr Infos im Kompendium der BG Verkehr

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