Stress

Stress kennen alle, entweder aus dem beruflichem oder aus dem privaten Alltag. Zeitdruck, unerwartet auftretende Probleme, schlechte Verkehrsverhältnisse, Streit mit Kollegen, der Familie oder Freunden, dies sind Ereignisse, die uns widerfahren und uns belasten können.

"Ich habe einen stressigen Tag gehabt" oder "ich bin gestresst" sind Begrifflichkeiten, die verdeutlichen, dass einem Situationen, Ereignisse oder Zustände manchmal sehr zu schaffen machen.

Doch was ist Stress überhaupt? Unter dem aus dem Englischen stammenden Begriff wird ein Reaktionsmuster mit körperlichen und psychischen Merkmalen als Antwort auf erhöhte Beanspruchung verstanden. Stress an sich ist aber nichts Negatives, im Gegenteil, er sicherte bereits unseren Vorfahren das Überleben. In Stresssituationen wird der gesamte Organismus unseres Körpers aktiviert, in kürzester Zeit ist er kampfbereit und es entsteht ein Zustand hoher körperlicher Leistungsfähigkeit. Der Körper schüttet Adrenalin aus, wodurch im Gehirn und in der Muskulatur Energie freigesetzt wird. Blutdruck, Puls und Atemfrequenz steigen an und der Mensch wird in seinen Reaktionen und Bewegungen schneller. Ist die Phase der zu bewältigenden Situation, der Anspannung vorüber, bringt der Organismus sich wieder in seinen normalen Zustand.

Aber jeder Mensch reagiert anders in Situationen bzw. auf Anforderungen und Belastungen. Was den einen zur Weißglut treibt, lässt den anderen völlig kalt. Wie der Einzelne reagiert, hängt offenbar von der subjektiven Bewertung bzw. Einschätzung einer Situation, Anforderung oder Belastung und natürlich auch von dem persönlichen Vermögen oder besser den Ressourcen ab, eine Situation bewältigen zu können. Manche Belastungen wie z. B. dichter Straßenverkehr oder Zeitdruck sind meist nicht selbst verschuldet und können zu Stressauslösern so genannten Stressoren werden. Gerät der Mensch häufig in Stresssituationen, in denen er das Gefühl hat, auf diese nicht angemessen reagieren zu können oder ist er lang andauerndem starken Stress ausgesetzt, können gesundheitliche Beeinträchtigungen bis zu Krankheiten die Folge sein. Häufig entstehen Bluthochdruck, Schlaflosigkeit, Magengeschwüre oder Herzinfarkt, was bis zu einem Ausscheiden aus dem Berufsleben führen kann.

Stress kann in seinen Wirkungen negativ sein (sog. Dis-Stress), aber auch positive Effekte hervorrufen und uns in die Lage versetzen, Leistungen zu erbringen (sog. Eu-Stress). Zum Beispiel, wenn Prüfungen zu bestehen oder besonders schwierige Situationen zu meistern sind, und man meint, dieser Herausforderung gewachsen zu sein. 

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