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BG Verkehr Newsletter - Nummer 3/2011
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BG Verkehr feiert Jubiläum
Am 1. Januar 2010 nahm die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft ihre Arbeit auf. Sie entstand aus der Fusion der See-Berufsgenossenschaft und der Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen (BGF). Vorausgegangen war bereits ein Zusammenschluss zwischen der BGF und der Binnenschifffahrts-Berufsgenossenschaft. Die Geschichte der BG Verkehr begann jedoch viel früher - vor genau 125 Jahren.
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Mit dem Unfallversicherungsgesetz von 1884 legt das Deutsche Reich den Grundstein für die gesetzliche Unfallversicherung. Das Gesetz berechtigt und verpflichtet die betroffenen Unternehmer, Berufsgenossenschaften zu gründen. Das Gesetz ist der Grundstein für die Entstehung der drei in der BG Verkehr vereinten Berufsgenossenschaften.
Am 30. Januar 1886 beschließen 528 Delegierte in Berlin die Gründung der Fuhrwerks-Berufsgenossenschaft für Posthalterei-, Personen-, Fracht- und Rollfuhrwerksbetriebe sowie für Güterbestätter. In den folgenden drei Monaten werden Statut und Satzung ausgearbeitet, am 5. Juni 1886 tagt die erste ordentliche Genossenschaftsversammlung. Wenig später, am 1. Juli 1886 ist es dann soweit: Die Fuhrwerks-Berufsgenossenschaft nimmt ihre Arbeit auf. Ein halbes Jahr später, am 1. Januar 1887, führt die neue Fuhrwerks-BG bereits 20.885 Betriebe in ihrem Betriebsverzeichnis.
1885 stellen Schifffahrtstreibende vom Rhein beim Reichsversicherungsamt den Antrag, für den Rhein und seine Nebenflüsse eine Berufsgenossenschaft zu gründen. Das Reichsversicherungsamt schlägt vor, alle westlich und südlich der Elbe liegenden Stromgebiete einzuschließen. Die Delegierten stimmen dem Vorschlag zu, so dass am 1. Juli 1886 die Westdeutsche Binnenschiffahrts-Berufsgenossenschaft mit 5 Sektionen ihre Arbeit aufnehmen kann. Betriebszweige sind Baggerei-, Binnenschifffahrts-, Flößerei-, Prahm- und Fährbetrieb sowie Treidelei. Am gleichen Tag nehmen auch die
Ostdeutsche Binnenschiffahrts- und die Elbschiffahrts-Berufsgenossenschaften ihre Arbeit auf.
Hamburg, 1887: Nachdem es bereits 1872 Bestrebungen gab, eine Unfallversicherung für Seeleute einzurichten, entsteht mit dem Seeunfallversicherungsgesetz vom 13. Juli 1887 im Deutschen Reich als erstem Land der Welt eine Gesetz zum Schutz für Seeleute gegen die Folgen von Arbeitsunfällen. Die See-Unfallversicherung tritt am 13. Juli 1887 in Kraft. Den Geschäftsbetrieb nehmen im Januar 1888 zwei Beamte in einem Büro am Hopfenmarkt auf. Zu diesem Zeitpunkt sind 1.790 Schifffahrtsbetriebe mit 3.189 Schiffen versichert.
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Dicke Luft bei NAPO
Am 31. Mai ist Welt-Nichtrauchertag. Pünktlich an diesem Tag erscheint ein neuer Film mit dem Filmhelden NAPO. In dem Kurzfilm dreht sich alles um das Thema Rauchen bei der Arbeit.
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Rauchen schadet der Gesundheit - Passivrauchen auch. Davon ist Napo überzeugt. Doch seine Kollegen sind anderer Meinung und qualmen einfach weiter. Der drei Minuten lange Videoclip zeigt, dass Passivrauch nicht nur der Gesundheit der Beschäftigten schadet. Doch wer seine Filme kennt, weiß: Napo ist unverwüstlich und bekommt sein Happy End.
NAPO entsteht als Gemeinschaftsproduktion von sieben europäischen Arbeitschutzorganisationen. Die Filme arbeiten ohne Sprache und kommen
ausschließlich mit Bildern, Symbolen, Geräuschen und Musik aus.
Napo hat eine eigene Homepage. Der neue Film kann kostenfrei unter bestellung@dguv.de bezogen werden.
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Go for GOLD
Unter dem Motto "Du kannst mehr als Du denkst" ist der Startschuss für den Dokumentarfilm GOLD gefallen. Er begleitet drei Spitzensportler auf den Weg zu den Paralympics 2012 in London.
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Der Kinofilm porträtiert die querschnittgelähmte deutsche Schwimmerin Kirsten Bruhn, den blinden kenianischen Marathonläufer Henry Wanyoike und den australischen Rennrollstuhlfahrer Kurt Fearnley. GOLD erzählt die persönlichen Dramen der Athleten, ihren Kampf gegen Verzweiflung und Vorurteil, sowie ihren Aufstieg zu Spitzenathleten und Vorbildern. Für Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und Initiator des Projekts, ist der Kinofilm ein wichtiges Signal: "Durch unser Engagement will die DGUV mit emotionalen und beeindruckenden Bildern auf die Relevanz des Sports für die Rehabilitation und erfolgreiche berufliche und soziale Wiedereingliederung, von Menschen die einen Unfall hatten, aufmerksam machen." Unter www.du-bist-gold.de und auf Facebook informiert das Filmteam ab sofort mit Newsbeiträgen, Video-Blogs, Athletenprofilen, Foto- und Filmaufnahmen rund um den Film "GOLD - Du kannst mehr als Du denkst". GOLD entsteht auf Initiative der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in Kooperation mit Spiegel TV Media und dem ZDF, gefördert von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein.
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Arbeitsvermittlung mit DGUV job
Nach Ansicht vieler Fachleute droht in Deutschland Fachkräftemangel, viele Stellen seien unbesetzt. Der bundesweite internetgestützte Service der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV job kann Abhilfe schaffen.
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Mit der Arbeitsvermittlung DGUV job unterstützt die DGUV als Dachverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen Versicherte, die nach einem Arbeitsunfall oder aufgrund einer Berufskrankheit eine neue berufliche Aufgabe suchen. Auch Versicherte der BG Verkehr nutzen diese Arbeitsvermittlung. Die Mitarbeiter von DGUV job kennen die Berufsrückkehrer, ihre Fähigkeiten und Kenntnisse und vermitteln schnell und gezielt. Arbeitgeber erhalten von den Arbeitsvermittlern kostenfrei und unbürokratisch Vorschläge zur Besetzung offener Stellen und informieren über Möglichkeiten der finanzíellen Förderung.
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GDV: Versicherer verschicken Unfall-Broschüre
Eine Broschüre mit dem Titel „Ein Autounfall – was tun?“ kann man auf der Internetseite des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) herunterladen oder gedruckt anfordern. Die Broschüre hilft nicht nur nur jungen Fahrern, sich nach einem Unfall richtig zu verhalten.
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Der GDV reagiert mit der Broschüre auf die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter Autofahrern. Im Auftrag der GDV Dienstleistungs-GmbH hatte das infas-Institut die Autofahrer gefragt, was man nach einem Blechschaden tun müsse. Zuerst die Polizei rufen wollten 81 Prozent aller Befragten und sogar 88 Prozent der Fahranfänger zwischen 18 und 24 Jahren. Das Sichern der Unfallstelle folgte mit nur 35 Prozent auf Rang zwei. Die Daten des Unfallgegners wollten nur 30 Prozent notieren. Die Unfallsituation wollten nur 14 Prozent der Befragten dokumentieren, ans Warnblinklicht dachten nur sieben Prozent.
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28. Mai 2011: John T. Essberger erreicht Speyer
Das Technik Museum Speyer und die Spedition Kübler arbeiten zur Zeit an einem außergewöhnliches Projekt: Der Seenotkreuzer JOHN T. ESSBERGER wird in das Technik Museum Speyer überführt. Die letzte Fahrt begann am 2. Mai, am 28. Mai soll das Schiff im Museum eintreffen.
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Der seit Juli 1975 im Bereich der Ostseeinsel Fehmarn stationierte 44 Meter lange Seenotkreuzer JOHN T. ESSBERGER wurde Anfang 2011 außer Dienst gestellt. Anfang Mai traf sich ein großer Teil der Schiffsbesatzung ein letztes Mal, um die JOHN T. ESSBERGER zu verabschieden, anschließend begann die Überführung nach Speyer, die für Interessierte von einer Webcam begleitet wird. Logbuch, Tourverlauf, und Fotos sind auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) http://www.kurs-speyer.de zu sehen.
Am 28. Mai 2011 endet die Überführung mit dem dem Strassentransport vom Rhein zum Technik MUSEUM SPEYER mit einem 26-achsigen Tieflader mit eigenem Antrieb. Informationen dazu unter www.kuebler-spedition.de.
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Zweiter europäischer Fotowettbewerb gestartet
Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) startet den zweiten europäischen Fotowettbewerb zum Thema sichere und gesunde Arbeitsplätze. Der Wettbewerb ruft dazu auf, Fotos zum Thema Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitplatz einzureichen.
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Im Mittelpunkt der Fotomotive soll die Risikoprävention stehen und es soll gezeigt werden, wie Arbeitgeber und Arbeitgeber gemeinsam zur Verhinderung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten beitragen können.
Die Teilnahme an dem Wettbewerb steht allen Bürgern der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union und der Kandidatenländer offen. Die Gewinner werden im September 2011 ausgewählt und auf der Abschlussveranstaltung der Kampagne für gesunde Arbeitsplätze bekanntgegeben, die im November 2011 in Bilbao stattfindet.
Zu dem Fotowettbewerb sind alle Berufs- und Hobyfotografen eingeladen, ihre Motive unter www.osha-photocompetition.eu einzureichen. Einsendeschluss ist der 31. August. 2011. Der erste Preis ist mit 3 000 Euro dotiert. Die Gewinner des zweiten und dritten Preis erhalten 2 000 EUR bzw. 1 000 EUR. In diesem Jahr wird zum ersten Mal ein Jugendpreis in Höhe von 1 000 EUR für den besten Teilnehmer unter 21 Jahren verliehen.
Neueste Informationen und Aktuelles zum Wettbewerb finden Sie auch auf Facebook und Flickr.
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Software errechnet und demonstriert Folgen von Lärm
Seit mehr als 15 Jahren sinkt die Zahl angezeigter Gehörschäden durch Lärmbelastung am Arbeitsplatz. Gleichzeitig klagen Ärzte und Arbeitgeber über einen deutlichen Anstieg lärmschwerhöriger Berufsanfänger.
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Ein Grund für die Zunahme von Lärmschwerhörigkeit bei jungen Menschen ist der hohe Lärmpegel in der Freizeit durch Musikhören über MP3-Player und durch Diskobesuche. Dass ein nur zweistündiger Diskobesuch am Wochenende einen bis zu zehnmal höheren Anteil am Entstehen eines späteren Gehörschadens haben kann als eine komplette Arbeitswoche im Lärm, zeigt ein einfacher Lärmbelastungsrechner, den das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) kostenlos im Internet anbietet.
Jugendliche und junge Erwachsene können sich hier darstellen lassen, wo die Schwerpunkte ihrer individuellen Lärmbelastung liegen und wann sich aus dieser Belastung möglicherweise ein Hörverlust entwickelt. Zusätzlich veranschaulichen Musik- und Sprachbeispiele, wie sich dieser Hörverlust tatsächlich einmal anhören könnte. "Der Grundstein für gravierende Hörschäden im Alter wird in der Jugend gelegt.", sagt Dr. Martin Liedtke, Lärmschutzexperte im IFA. Sein Lärmbelastungsrechner und der Lärmverlust-Demonstrator des University College London seien Instrumente, um für einen maßvollen Umgang mit Freizeitlärm zu werben.
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Neues Video informiert über Sichtfeld im Gabelstapler
Im Rahmen der RISIKO RAUS!-Kampagne der Berufsgenossenschaften entstand ein Film über das eingeschränkte Sichtfeld des Staplerfahrers. Er eignet sich zur Information und Unterweisung im Betrieb.
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Der Film ist sich nicht nur für Fahrer interessant, sondern für alle Mitarbeiter im Lager, die sich über sichere Zusammenarbeit informieren wollen. Er entstand bei der Berufsgenossenschaft Holz und Metall und ist auch als Hilfe für das Erstellen einer Gefährdungsbeurteilung hilfreich.
Sie finden ihn bei youtube.
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Sicherer Transport von hart gewickelten Papierrollen
Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. hat gemeinsam mit dem Verband Deutscher Papierfabriken e.V. (VDP) eine Empfehlung zur einheitlichen Anwendung von Ladungssicherungshilfsmitteln für Papierrollen herausgegeben.
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Die Empfehlung „Mindestanforderungen an die Beschaffenheit von Ladungssicherungshilfsmitteln beim Transport hart gewickelter Papierrollen auf Straßengüterfahrzeugen“ formuliert Kriterien für die Beschaffenheit und Verwendung von Kantenschützern und rutschhemmenden Materialien. Auf Basis praxisgerechter Standards soll – unter Einbeziehung einschlägiger Normen und Richtlinien – eine einheitliche Anwendung von Ladungssicherungshilfsmitteln bei der Verladung „hart gewickelter Papierrollen“ ermöglicht werden. Damit kann auch der Umfang an mitzuführenden Ladungssicherungshilfsmitteln effizienter gestaltet werden.
Informationen und ein PDF-Dokument mit den Mindestanforderungen finden Sie auf der Homepage des BGL.
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Ladungssicherung: Nachholbedarf bei Mitarbeitern
Nahezu jede fünfte Firma hatte Personenschäden durch Unfälle im Güterverkehr oder bei Verladearbeiten zu beklagen. Vier von zehn Unternehmen in Deutschland verzeichneten 2010 finanzielle Einbußen, weil beim Transport Waren beschädigt wurden. Dies ist das Ergebnis einer Kundenbefragung des Universum Verlags.
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Häufig sind Fehler bei der Ladungssicherung die Ursache für Unfälle im Güterverkehr. Als größte Gefahrenquelle betrachten die Unternehmen dabei die Fehler von Mitarbeitern. Mehr als ein Drittel der Befragten teilte diese Einschätzung. Dementsprechend ist die Ausbildung der eigenen Beschäftigten für die überwiegende Mehrheit die wichtigste Stellgröße für verbesserte Sicherheit. Rund 60 Prozent der befragten Unternehmen halten die Schulung der Mitarbeiter für die wichtigste Maßnahme, um künftig Unfälle im Güterverkehr zu vermeiden.
Zur Vermeidung von Gefahren und zur Schulung der Mitarbeiter sollte für den Unternehmer die regelmäßige, mindestens jedoch einmal jährlich stattfindende Unterweisung an erster Stelle stehen. Sie ist die auf den konkreten Arbeitsplatz oder Aufgabenbereich ausgerichtete Erläuterung und Anweisung des Unternehmers für ein sicherheitsgerechtes Verhalten der Beschäftigten, die durch praktische Übungen ergänzt werden kann. Art und Weise sowie der Umfang einer Unterweisung müssen in einem angemessenen Verhältnis zur vorhandenen Gefährdungssituation und der Qualifikation der Beschäftigten stehen!
Zur Vorbereitung stellt die BG Verkehr die Broschüre "Unterweisen leicht gemacht" mit Tipps für die Planung und Durchführung betrieblicher Unterweisungen sowie Karten zu einzelnen Themen zur Verfügung.
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Richtiges Verhalten in Straßentunneln
Unfälle in Tunnelanlagen sind seltener als auf offenen Autobahnstrecken, sie fallen aber oft deutlich schwerer aus. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ist deshalb in einem Forschungsprojekt der Frage nachgegangen, wie erreicht werden kann, dass Verkehrsteilnehmer bei Störungen schnell, sicher und richtig reagieren.
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Neben einer Internetbefragung wertete die BASt im Rahmen der Studie Unfälle aus und führte Evakuierungstests durch. Die repräsentative Befragung der Versuchspersonen ergab, dass fast alle die Hinweise für Feuerlöscher, Notruftelefon und Notausgang kannten. Auch einige Verhaltensweisen waren gut bekannt - zum Beispiel das Verbot, zu wenden oder rückwärts zu fahren. Alarmierend ist allerdings, dass 42 Prozent der Befragten die Zeit, die bei einem Brand zur Evakuierung zur Verfügung steht, überschätzen. Auch die Dramatik der Situation wird unterschätzt und das Fahrzeug als Schutzraum wahrgenommen. Die Folge: Bei Feuer und Rauch bleiben die Betroffenen zu lange im Fahrzeug sitzen.
Die Autoren der Studie folgern aus dem Bericht, dass neben kleineren Störungen, die möglichst von den Betroffenen selbst behoben werden sollten, in kritischen Situationen eine möglichst schnelle Räumung des Tunnels erreicht werden sollte. In den Tests habe sich dabei eine Kombination aus einem Lauflicht mit sieben LEDs, deren Abstand zum Ende hin kürzer wird, und einem Handlauf bewährt. Außerdem scheint es sinnvoll zu sein, bei Tunnelbränden die gesprochenen Hinweise durch spezielle Sounds zu ergänzen, die gut lokalisierbar und in ihrer Wirkung selbsterklärend sind. Besonders effektiv hat sich in den Tests ein Bass-Sound "Sägezahn" erwiesen. Von diesem Ton fühlten sich die meisten Testpersonen angetrieben, den Tunnel möglichst schnell zu verlassen.
Der BASt-Bericht M 212 steht in einer Druckfassung für 19 Euro und in einer Kurzfassung als PDF zur Verfügung.
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Vorsicht bei landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen
zur Zeit sind vor allem auf kleineren Straßen wieder viele Landwirte mit ihren langsamen und ausladenden Nutzfahrzeugen unterwegs. Besonders beim Überholen kommt es dabei häufig zu Unfällen. Die Kampagne "Risiko raus!" macht auf einige Sicherheitsaspekte aufmerksam.
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- Überholen Sie nie blinkende oder abbiegende Traktoren. Die am Heck installierten Arbeitsgeräte können weit in die Fahrbahn ausscheren. Ein Pflug kann beispielsweise über drei Meter lang sein, von hinten aber viel kürzer erscheinen - erst beim Abbiegen wird die wahre Länge deutlich, weil er dann quer zur Fahrbahn steht. "Um mit einem Anhänger die Kurve zu kriegen, muss der Fahrer unter Umständen sogar auf die andere Fahrbahn ausweichen und erstmal nach links ausscheren, wenn er nach rechts blinkt", sagt Arnd Spahn, Vorstandsvorsitzender des Spitzenverbandes der landwirtschaftlichen Sozialversicherung (LSV). Selbst wenn der Überholvorgang schon fast abgeschlossen sei, könne so noch ein schwerer Unfall passieren. Deshalb abwarten, bis die Fahrbahn frei ist.
- Die Länge von landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Anhängern ist schwer zu beurteilen. Das kann auch auf geraden Strecken bei einem normalen Überholvorgang verhängnisvoll sein. Eine Fehleinschätzung - und das Überholen beansprucht eine deutlich längere Zeit, als man sich ausrechnet. Häufig ist außerdem der Gegenverkehr schwer zu sehen, weil Traktoren und Anhänger breiter sind als normale PKW.
- Durch Aufbauten oder die Ladung auf einem Anhänger kann die Sicht nach hinten für den Schlepperfahrer behindert sein. Gerade bei zweispurigen Landstraßen oder einem Spurwechsel des Traktors kann der Überholende so übersehen werden.
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Erstmals Notbremsassistenten in Pkw getestet
Notbremsassistenzsysteme im Auto vermindern die Folgen eines Auffahrunfalls deutlich - verhindern können sie den Aufprall nicht immer. Der ADAC hat erstmalig Systeme von sechs Herstellern in verschiedenen Gefahrensituationen getestet und deutliche Unterschiede im Reaktionsverhalten festgestellt.
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Bei den 6 vom ADAC getesteten Fahrzeugen wurde nur einmal ein "sehr gut" vergeben: Das Notbremssystem des Volvo V60 reduziere die Geschwindigkeit und damit die Aufprallenergie auf ein stehendes Fahrzeug deutlich, wenn der Fahrer nicht richtig reagiert - der Unfall gehe sehr viel glimpflicher aus. Laut ADAC kann ein Fahrer im Stadtverkehr damit einen Aufprall weitgehend vermeiden. Auch das Warnsystem - ein Warnton und in die Windschutzscheibe projizierte LEDs - bewertete er positiv.
Die Geschwindigkeit vor dem Zusammenstoß bauen auch Mercedes CLS und Audi A7 sehr gut ab - das entscheidet häufig darüber, wie schwer die Insassen verletzt werden. Der Mercedes bremst, im Gegensatz zum Audi, nicht nur bei fahrenden, sondern auch bei vor ihm stehenden Fahrzeugen ab, kann aber Kollisionen nicht komplett vermeiden.
Der ADAC fordert, dass Notbremsassistenten zur Ausstattung in jedes Auto gehören. Die aktuellen Testergebnisse finden Sie hier. Über Fahrer-Assistenz-Systeme in Nutzfahrzeugen informiert eine gemeinsame Kampagne von BG Verkehr, BGL und Kravag unter www.fahrer-assistenz-systeme.de.
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Fahrgemeinschaften sind versichert
Das Auto ist nach wie vor das beliebteste Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit. Nach Erhebungen des statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2009 benutzen rund 60 Prozent der Erwerbstätigen dafür einen Pkw - 3,5 Prozent davon als Mitfahrer. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Benzinpreise gewinnen Fahrgemeinschaften für die Fahrt zum Arbeitsplatz zunehmend an Beliebtheit.
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Auf dem Weg von und zur Arbeit sind auch Fahrgemeinschaften gesetzlich unfallversichert. Das gilt für Mitglieder einer Fahrgemeinschaft auch dann, wenn sie nicht zusammen von einem Treffpunkt aus starten. Das Abholen der einzelnen Mitfahrer von zu Hause gehört ebenso zum Versicherungsschutz wie das Absetzen an unterschiedlichen Arbeitsstellen und das hierbei eventuell aufkommende Warten auf die Mitglieder der Fahrgemeinschaft.
Eine Fahrgemeinschaft braucht dabei nicht nur aus Berufstätigen zu bestehen. Auch wenn Eltern etwa ihre Kinder - und deren Freunde - auf dem Weg zur Arbeit am Kindergarten oder an der Schule absetzen, bilden alle zusammen eine unfallversicherte Fahrgemeinschaft. Passiert ein Unfall, müssen allerdings die einzelnen Träger der Unfallversicherung informiert werden. Das sind bei gewerblich Tätigen die Berufsgenossenschaften und bei Kindern die jeweils zuständige regionale Unfallkasse.
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Termine
- 01. Juni 2011
Vertreterversammlung der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft, Lufthansa Training & Conference Center Seeheim, Lufthansaring 1, 64342 Seeheim - 16. - 18. Juni 2011
MöLo, Internationale Fachmesse für Möbellogistik, Umzugsspedition und Service, Kassel - 18. Juni 2011
bundesweiter Tag der Verkehrssicherheit - 25. Juni 2011
Mitgliederversammlung des Fachverbandes Güterkraftverkehr und Logistik Hessen e.V., Rotenburg/Fulda Die BG Verkehr ist mit einem Infostand vor Ort. - 8. - 10. Juli 2011
Internationaler Truck Grand Prix, Nürburgring, www.truck-grand-prix.de - 15. - 18. September 2011
Internationale Automobil-Ausstellung (IAA), Frankfurt am Main - 22. - 24. September 2011
Finale StuplerCup 2011, Aschaffenburg - 18. - 21. Oktober 2011
A+A Düsseldorf - 23. - 24. November 2011
TTD-Konferenz (Technology based Training for Drivers, Dresden, www.dvr.de/ttd-conference
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