Ältere und mobilitätsbehinderte Fahrgäste

Ältere Fahrgäste

Ältere werden bei Problemen oder Schwierigkeiten sehr schnell aufgeregt und haben Angst, etwas falsch zu machen. Als Fahrer bzw. Fahrerin müssen Sie deshalb gerade für Ihre älteren Kunden und deren Sorgen offen sein.

  • Stellen Sie beim Einsteigen Blickkontakt zum älteren Fahrgast her und geben Sie zu erkennen, dass Sie seine Probleme kennen und bereit sind, ihm zu helfen.
  • Geben Sie soweit möglich die gewünschten Auskünfte und sprechen Sie dabei laut und deutlich, aber höflich.
  • Vermeiden Sie es, den älteren Fahrgast direkt oder indirekt zur Eile anzutreiben oder etwas zu tun, was so verstanden werden könnte.

Aus der Angst, möglicherweise nicht rechtzeitig zur Tür zu kommen oder den Betrieb aufzuhalten, stehen ältere Menschen häufig schon vor ihrer Zielstation auf. Berücksichtigen Sie dies beim Anfahren der Haltestellen. Fahren Sie möglichst nahe an den Bordstein heran, um Älteren das Ein- und Aussteigen zu erleichtern. Achten Sie jedoch darauf, die Wartenden nicht durch den Überhang zu gefährden. Im Idealfall sollten Sie mit den Türen in Höhe der wartenden Fahrgäste zum Stehen zu kommen.

Halten Sie die Türen so lange geöffnet, bis auch ein beim Anhalten noch sitzender Fahrgast den Weg zur Tür bewältigt hat. Beobachten Sie vor dem Schließen der Tür, ob alle Fahrgäste eingestiegen sind. Mit dem Abfahren sollten Sie so lange warten, bis alle gefährdeten Personen einen sicheren Platz erreicht haben. Sorgen Sie im Zweifelsfall dafür, dass ein Platz geräumt wird.

Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste

Für mobilitätseingeschränkte Personen bilden Einstiegshilfen die Voraussetzung für eine Mitfahrt im Omnibus. Je nach Art der verwendeten Busse und der örtlichen Gegebenheiten werden unterschiedliche Lösungen bevorzugt. Für Sie als Fahrer gibt es dabei verschiedene Punkte zu beachten:

  • Achten Sie bei allen Hebevorgängen darauf, dass Sie Ihren Rücken schonen.
  • Bei der Benutzung von Rampen müssen sich diese in einer sicheren Position befinden.

Während der Fahrt müssen die Rampen sicher verstaut werden. Zum Bedienen von Handklappenrampen müssen Sie Ihren Platz verlassen. Welche Maßnahmen Sie dabei zum Sichern treffen müssen, bedarf der betriebsinternen Klärung. Hubeinrichtungen kommen hauptsächlich in behindertengerechten Reisebussen zum Einsatz. Die Bedienung darf nur durch den Fahrer oder eine eingewiesene Personen erfolgen.

Der Rollstuhl muss während der Fahrt auf einer geeigneten Fläche abgestellt und gegen Wegrollen gesichert werden. Denken Sie daran, dass ein Rollstuhl als "Fahrzeugsitz" nur ein Provisorium darstellt und in Bezug auf Bequemlichkeit, Sicherheit und Sitzkomfort mit einem herkömmlichen Fahrzeugsitz nicht verglichen werden kann. Vermeiden Sie deshalb während der Fahrt abrupte Brems- und Beschleunigungsmanöver. Beachten Sie, dass der Rollstuhlfahrer, die Rollstuhlfahrerin unter Umständen die Haltestellenanzeige nicht sehen kann.

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