Betrieb von Fahrzeugen in Abfallbehandlungsanlagen

In Abfallbehandlungsanlagen läuft nichts ohne Bagger, Radlader und Stapler. Wenn die Fahrzeuge bei teilweise fragwürdigen Beleuchtungsverhältnissen und unangepasster Geschwindigkeit täglich große Strecken zurücklegen, ist das ein Sicherheitsproblem.

Verhinderung von Unfällen

Mit Fahrzeugen des innerbetrieblichen Verkehrs ereignen sich viele schwere Unfälle. Oft sind Kollegen im "toten Winkel" von rückwärts fahrenden Radladern die Leidtragenden. Wie werden solche Unfälle vermieden?

  • Fahrer von Radladern werden vom Vorgesetzten schriftlich mit dem Führen des Fahrzeugs beauftragt.
  • Idealerweise geht dem eine einschlägige Schulung voraus
  • Die Fahrweise ist umsichtig und angepasst!
  • Alle Personen auf dem Betriebsgelände tragen Warnkleidung
  • Wenn die Sicht aus dem Fahrzeug nach hinten – wegen der Fahrzeugform – oder nach vorne – z.B. wegen einer großen Schaufel – eingeschränkt ist, müssen Sichthilfen (d.h. Kamerasystem) angebracht werden.
  • Verkehrswege für Fahrzeuge und Fußgänger sind eindeutig getrennt. Die Trennung wird von allen respektiert.

Gefahrstoffe und Staub

In geschlossenen Hallen müssen Dieselabgase minimiert werden. Für Radlader und Stapler sind daher Partikelfilter Pflicht, für Stapler kommen darüber hinaus Elektro- oder Gasantrieb in Frage. Wegen der staubigen, mit biologischen Arbeitsstoffen (Schimmelpilzsporen) belasteten Luft sind für Kabinen insbesondere beim Dauereinsatz in belasteten Bereichen Schutzbelüftungen nach der DGUV Information 201-004 (bisher: BGI 581) oder gleichwertige Lösungen vorgeschrieben. Weitere Informationen enthält die TRBA 214. Beide Medien sind im Kompendium Arbeitsschutz der BG Verkehr abrufbar.

Zum Kompendium

 

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