Schimmelpilze und Co.

Haushaltsabfälle, Bioabfälle und "Gelber Sack" enthalten Stoffe, die eine Vermehrung von Schimmelpilzen begünstigen. Beim Umgang mit diesen Abfällen gelangen diese Schimmelpilze in die Atemluft und damit auch in die Atemwege der Beschäftigten.

Die Folge können gesundheitliche Beeinträchtigungen sein. Sporen von Schimmelpilzen können eine heuschnupfenartige Allergie bis hin zum Asthma auslösen. Bei sehr empfänglichen und stark immungeschwächten Menschen verursachen die Pilzsporen gelegentlich sogar gefährliche (Lungen)Infektionen.

Im Abfall kommen neben Schimmelpilzen zudem Viren und Bakterien vor.

Wo überall besteht Kontakt zu Mikroorganismen (biologischen Arbeitsstoffen)?

Für Beschäftigte gibt es viele Kontaktstellen mit biologischen Arbeitsstoffen. Einige davon sind ganz offensichtlich:

  • Haushaltsabfälle
  • Bioabfälle
  • Klinikabfälle
  • Spritzen
  • "Gelber Sack"
  • Papierabfälle

Andere widerum sind weniger offensichtlich:

  • benutzte Handschuhe
  • verschmutzte Fahrerkabinen
  • Arbeitskleidung

Bei der Abfallsammlung gilt es, sowohl das Einatmen als auch den "Schmierkontakt" (z.B. Kontakt der schmutzigen Hand zu Mund) so weit wie möglich zu vermeiden. Dazu haben sich folgende Maßnahmen bewährt:

  • Abfälle auf keinen Fall nachdrücken; Behälterdeckel gar nicht erst öffnen
  • Beim Kippvorgang maximal möglichen Abstand von der Schüttung einnehmen
  • Hinter seitlichem Plexiglas-Abweiser aufhalten, wenn vorhanden
  • Beim Entladen in Anlieferhallen von Behandlungsanlagen nicht die Halle betreten.
  • Lebensmittel hygienisch aufbewahren
  • Vor Pausen Hände waschen (Einrichtungen vor Ort nutzen, oder mobiles Waschbecken am Fahrzeug) oder sauberwischen (Feuchttücher); auch vor dem Rauchen
  • Handschuhe ausreichend oft wechseln
  • Kleidung ausreichend oft wechseln (spätestens wöchentlich), nicht zu Hause waschen

Weitere Maßnahmen finden Sie in der TRBA 213.

TRBA 213, Technische Regel für Biologische Arbeitsstoffe, Abfallsammlung: Schutzmaßnahmen.

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