Organisation von wiederkehrenden Prüfungen

Neben der Sicht- und Funktionsprüfung vor Inbetriebnahme durch den Benutzer unterliegen Arbeitsmittel, wie z.B. Fahrzeuge, Behälter, Maschinen und bauliche Einrichtungen, aufgrund von verkehrs-, arbeits- und gesundheitsschutzrechtlichen Vorschriften regelmäßigen Prüfpflichten.

Die Prüfpflichten nach den Arbeits- und Gesundheitsvorschriften ergeben sich aus den Ergebnissen der Gefährdungsermittlung. Typische Intervalle in der Entsorgungswirtschaft sind beispielsweise für 

Abfallsammel-/Behälterfahrzeuge

(älter als drei Jahre)

12 Monate

6 Monate

Hauptuntersuchung

Sicherheitsprüfung

nach StVZO

nach StVZO

Abfallsammel-/Behälterfahrzeuge

jährlich

 

nach DGUV Vorschirft 70 (bisher BGV D29)

Abroll-, Abgleit-, Absetzbehälter  

jährlich

 

nach DGUV Regel 114-010 (bisher BGR 186)

Pressen 

jährlich

 

nach DGUV Information 214-018 (bisher BGI 5008)

Flurförderzeuge

jährlich

 

nach DGUV Vorschrift 68 (bisher BGV D27)

Radlager/Bagger

jährlich

 

nach DGUV Regel 100-500 (bisher BGR 500)

Elektrische Tore 

jährlich

 

nach ASR A1.7

Die grundlegende Vorgehensweise hinsichtlich der Ermittlung und Festlegung von Art, Umfang, Fristen und Druchführung erforderlicher Prüfungen sowie der Bestimmung der Prüfer ist in der Technischen Regel "Prüfung von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen" (TRBS 1201) detailliert beschrieben. Der Unternehmer ist gut beraten, in einer Übersichtstabelle das Arbeitsmittel und Prüfintervalle zu benennen sowie vorgenommene Prüfungen zu dokumentieren.

TRBS 1201 - Prüfungen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen

Artikelaktionen