Coronakrise: Hilfe für betroffene Unternehmen

Viele Mitgliedsunternehmen der BG Verkehr machen wegen der Coronakrise wirtschaftlich schwere Zeiten durch. In einem Brief an die Unternehmen zeigen die Vorstandsvorsitzenden Klaus Peter Röskes und Wolfgang Steinberg sowie die Vorsitzende der Geschäftsführung Sabine Kudzielka auf, wie die BG Verkehr die Unternehmen bei vorübergehenden Liquiditätsproblemen unterstützen kann.

Die Corona-Pandemie und die zur Bekämpfung der Ausbreitung durch die Bundes- und Landesregierungen getroffenen Maßnahmen treffen die Wirtschaft unseres Landes je nach Branche unterschiedlich hart.

Dieses trifft auch auf die Mitgliedsunternehmen der BG Verkehr zu, bei denen es sich zu einem weit überwiegenden Teil um Klein- und mittlere Unternehmen handelt. Die Bundesregierung hat für die Wirtschaft einen Schutzschirm in bisher nie dagewesener Höhe verabschiedet. Sie hat damit nicht rückzahlbare Mittel sowie durch die KfW-Bank verbürgte Kredite zur Verfügung gestellt. Diese Mittel können seit dem 23.03.2020 über die jeweiligen Hausbanken abgerufen werden.

Die BG Verkehr ist sich ihrer Verantwortung gegenüber den Mitgliedsunternehmen bewusst und wird diese im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen. Die BG Verkehr hat immer die Politik vertreten, die liquiden Mittel der Unternehmen auch möglichst in diesen zu belassen. Nicht zuletzt deswegen haben wir im letzten Jahr den Beitragsvorschuss von sechs auf elf Vorschussraten gesplittet. Hieraus folgt aber auch, dass die Mittel der BG Verkehr begrenzt sind, da die Kosten für Renten und Heilbehandlungen aus den laufenden Einnahmen finanziert werden. Es ist daher notwendig, die Entscheidung über Stundungsanträge und Anträge auf Reduzierung von Beitragsvorschüssen von der Betroffenheit des einzelnen Unternehmens und von der Dauer der momentanen Situation abhängig zu machen.

Wir werden daher bei Stundungsanträgen unbürokratisch prüfen, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang das Unternehmen von der derzeitigen Krisensituation betroffen ist. Der Nachweis hierüber kann z. B. durch Vorlage einer Kopie des Antrages auf Kurzarbeitergeld oder des Bewilligungsbescheides der Bundesagentur für Arbeit erbracht werden. Für betroffene Unternehmen erfolgt die Stundung ohne die Berechnung von Stundungszinsen, unter der Berücksichtigung der Zahlung von Teilbeträgen, in einem ersten Schritt befristet bis 30.06.2020. Je nach Krisenverlauf kommt auf Antrag eine weitere Stundung zu den genannten Bedingungen, befristet bis 30.09.2020 in Betracht. Eine Stundung ist generell nur für Forderungen aus dem Beitrags- und Vorschussbescheid 2019/2020 und nicht für Forderungen aus den Vorjahren möglich.  

Eine generelle unbefristete Stundung von offenen Posten ist weder gesetzlich zulässig, noch erlaubt dieses das Finanzierungssystem in der gesetzlichen Unfallversicherung.

Es ist unser aller Hoffnung, dass die getroffenen Maßnahmen möglichst schnell die gewünschte Wirkung erzielen und der Wirtschaftskreislauf wieder Fahrt aufnimmt. Bis dahin wünschen wir Ihnen und Ihren Beschäftigten vor allem eines: Bitte bleiben Sie gesund!  

Klaus Peter Röskes und Wolfgang Steinberg – Vorsitzende des Vorstands

Sabine Kudzielka – Vorsitzende der Geschäftsführung

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