Binnenschifffahrt

TippSeite 2 Handlungshilfe Gefährdungsbeurteilung BinnenschifffahrtCoronavirus: Handlungshilfe zur Gefährdungsbeurteilung

Tagesausflugs-, Kabinenschiffe und Fähren (PDF)Gütermotor-, Tankmotorschiffe und Schwimmende Geräte (PDF)

TippAushang BinnenschifffahrtAushang Coronavirus: "Herzlich willkommen! Unsere Bordregeln für Ihren sicheren Besuch."

Gütermotorschiffe (PDF)Fahrgastschiffe (PDF)

Informieren Sie sich über die aktuellen Entwicklungen, zum Beispiel auf den Internetseiten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundessowie der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt.

Mit welchen grundsätzlichen Maßnahmen lassen sich Schiffsbesatzungen vor Infektionen mit Coronaviren schützen?

Regelmäßige Tests verringern das Risiko, dass sich die gesamte Schiffsbesatzung bei einem infizierten Besatzungsmitglied ansteckt.

  • Achten Sie aufeinander und weisen Sie Kolleginnen und Kollegen auf Krankheitssymptome hin.
  • Nehmen Sie bei Infektionsverdacht oder Auftreten von Symptomen, wie Verlust von Geruchs-/Geschmackssinn, Fieber, Husten oder Atemnot, sofort Kontakt mit dem nächstgelegenen Verkehrsposten oder der nächstgelegenen Revierzentrale auf (siehe: www.ccr-zkr.org). Erkrankte Personen sollen so schnell wie möglich nach telefonischer Anmeldung in ärztliche Behandlung. Bis dahin müssen sie an Bord isoliert werden.
  • Erstellen Sie einen betrieblichen Pandemieplan, um betriebliche Routine zur Pandemievorsorge umzusetzen. Im Pandemieplan werden Maßnahmen festgelegt, wie Verdachtsfälle abzuklären sind und wie bei bestätigten Infektionen Kontaktpersonen ermittelt und informiert werden.
  • Bringen Sie einen Aushang mit Verhaltensregeln gut sichtbar am Zugang zum Schiff an.
  • Gestalten Sie die betrieblichen Abläufe an Bord so, dass zwischen Personen ein Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten wird. Können Sie den Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen nicht einhalten, müssen mindestens medizinische Gesichtsmasken zur Verfügung gestellt und getragen werden.
    Entscheiden Sie sich aufgrund Ihrer Gefährdungsbeurteilung oder den Anforderungen der Infektionsschutzverordnungen Ihres Bundeslandes für den Einsatz von FFP2-Masken anstelle medizinischer Gesichtsmasken, folgen daraus zwingende betriebliche Maßnahmen. Lesen Sie dazu die Frage "Welche Rechtsfolgen ergeben sich aus dem Einsatz von FFP2-Masken?" in den "Allgemeinen Fragen und Antworten".
  • Sorgen Sie dafür, dass die Mitglieder der Besatzung regelmäßig gründlich (min. 30 Sekunden) ihre Hände mit Seife reinigen – besonders vor den Mahlzeiten. Ist dies nicht möglich, nutzen Sie Handdesinfektionsmittel (mindestens begrenzt viruzid) unter Beachtung der Anwendungsregeln des Herstellers.
  • Führen Sie Besatzungswechsel möglichst ohne Personenkontakt durch.
  • Behalten Sie die Zusammensetzung der Besatzung möglichst bei.
  • Führen Sie die Schichtübergabe nach Möglichkeit telefonisch durch.
  • Planen Sie die Beschaffung von Lebensmitteln langfristig und planen Sie nach Möglichkeit Ihren Bedarf für einen möglichst langen Zeitraum ein (Schichtdauer).
  • Reinigen Sie regelmäßig gemeinsam genutzte Geräte (Tablets, Funkgeräte).
  • Reinigen Sie gemeinsam genutzte Räume regelmäßig mit fettlösendem Haushaltsreiniger/Seifenlauge.
  • Bei einem Besatzungswechsel müssen auch die Wohnbereiche gereinigt werden. Planen Sie für diese Reinigung zusätzliche Zeit ein und entsorgen Sie im Anschluss das Reinigungswasser sowie das Reinigungsmaterial.
  • Stellen Sie die erforderliche persönliche Schutzausrüstung (PSA), aber auch Werkzeuge und andere Arbeitsmittel jedem Beschäftigten personenbezogen zur Verfügung. Arbeitsmittel von betriebsfremden Personen sollen nicht benutzt bzw. vor der Benutzung gereinigt werden. Sorgen Sie dafür, dass sich Besatzungsmitglieder in engen Räumen/Gemeinschaftsräumen nur einzeln aufhalten und dort längere Gespräche vermeiden.
  • Lüften Sie regelmäßig und so oft wie möglich.

Welche besonderen Maßnahmen sind an Bord von Fahrgastschiffen, Tagesausflugsschiffen, Fähren und Kabinenschiffen nötig?

  • Legen Sie die Anzahl der Fahrgäste so fest, dass der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern gewährleistet werden kann.
  • Wirken Sie auf Fähren darauf hin, dass die Fahrgäste mit Pkw/Lkw ihr Fahrzeug nur auf Anweisung der Besatzung oder im Notfall verlassen.
  • Bringen Sie Abstandsmarkierungen z. B
    • vor Bestell- und Verkaufstheken sowie Rezeptionen,
    • auf dem Deck auf Fähren für Fußgänger/Fußgängerinnen und Radfahrer/Radfahrerinnen an.
  • Sorgen Sie für technische Abtrennungen (z. B. an Bestell- und Verkaufstheken, Rezeptionen)
  • Ermöglichen Sie bargeldlose Bezahlung und empfehlen Sie diese Ihren Fahrgästen.
  • Überprüfen Sie Ihre Arbeitsabläufe in allen betrieblichen Bereichen auf Einhaltung des Sicherheitsabstands von mindestens 1,5 Metern.
  • Beschränken Sie die Verwendung von Aufzügen wegen der begrenzten Lüftungsmöglichkeiten hinsichtlich der Personenzahl unter Beachtung der Abstandsregel. Ist dies nicht möglich, ist mindestens eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen.
  • Weisen Sie die Kunden und Kundinnen/Fahrgäste/Passagiere bei Verstoß gegen die Hygiene- und Abstandsregeln freundlich, aber bestimmt auf ihr Fehlverhalten hin.
  • Es empfiehlt sich die Aufstellung eines Reinigungs- und Lüftungsplans: Lüften Sie regelmäßig und so oft wie möglich. Achten Sie bei Abluftanlagen – z. B. in Küchen – auf die regelmäßige Reinigung der Abscheider/Filter. Beauftragen Sie bei raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen) eine Fachfirma mit der Wartung und Reinigung. Halten Sie die entsprechenden Intervalle konsequent ein.

Welche besonderen Maßnahmen sind an Bord von Gütermotor- und Tankschiffen erforderlich?

  • Beschränken Sie den Zugang zum Schiff soweit wie möglich.
  • Drängen Sie bei den Lade- und Löschvorgängen auf eine möglichst kontaktlose Durchführung, Kommunikation und Dokumentation.
  • Weisen Sie betriebsfremde Personen darauf hin, dass sie an Bord aufgrund der besonderen Verhältnisse eine medizinische Gesichtsmaske tragen müssen.
  • Achten Sie auch bei gemeinsamen Kontrollgängen an Bord auf den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern.
  • Es empfiehlt sich die Aufstellung eines Reinigungs- und Lüftungsplans, wobei ggf. weitere anzuwendende Vorschriften, wie beispielsweise für Binnenschiffe, die Gefahrgüter befördern, berücksichtigt werden müssen.

Welche Gefahr besteht bei Kontakt/Umgang mit Frachtcontainern?

Bislang sind keine Fälle bekannt geworden, bei denen es zu einer Infektion durch Berühren von Frachtcontainern gekommen ist. Dies bestätigt auch eine Einschätzung des Bundesinstitutes für Risikobewertung (siehe: "Fragen und Antworten" des BfR). Beachten Sie dennoch die Empfehlungen zur Handhygiene (s.o.).

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