Krankentransport - Rettungsdienst - nichtmedizinische Einsatzkräfte

Die generellen Vorgaben von Schutzmaßnahmen im Rahmen des allgemeinen Infektionsschutzes werden von den Bundesländern sowie ggf. von Städten und Gemeinden gemacht. Diese müssen beachtet werden. Folgende Empfehlungen der BG Verkehr gelten für den Schutz der Beschäftigten Rettungsdienst; Krankentransport oder nichtmedizinischen Einsatzkräften. Weitere wichtige branchenübergreifende Empfehlungen sind unter "Allgemeine Fragen und Antworten" zu finden.

Worauf sollen Unternehmen achten, die im Rettungsdienst oder im Krankentransport tätig sind?

Hier gelten umfangreiche Schutzvorschriften und Empfehlungen aus dem Gesundheits- und Klinikbereich. Die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) gehen auch auf den Krankentransport ein.

Worauf sollen nichtmedizinische Einsatzkräfte, zum Beispiel bei Betriebsfeuerwehren, achten?

Für nichtmedizinisches Personal hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Hinweise für Einsatzkräfte zum Umgang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 herausgegeben, die zum PDF-Download bereitstehen. Eine Infografik des RKI verdeutlicht das Vorgehen.

Noch detailliertere Informationen finden sich im Merkblatt mit Informationen und Verhaltensweisen zu Influenzapandemien, MB10-03, herausgegeben vom Referat 10 der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes – vfdb e.V. Dieses Merkblatt wurde anlässlich der Influenzawelle 2018 erarbeitet, aber die ausführlichen Hygienehinweise helfen auch in der derzeitigen Situation weiter.

Worauf sollen wir achten, wenn mehrere Personen in einem Fahrzeug unterwegs sind?

Bei Mehrfachbesetzung im Fahrzeug müssen alle Personen jeweils eine medizinische Gesichtsmaske tragen, einschließlich des Fahrers oder der Fahrerin. Das Bundesverkehrsministerium hat gegenüber der BG Verkehr klargestellt, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zum Zwecke des Infektionsschutzes mit § 23 Absatz 4 StVO (Verhüllungsverbot) vereinbar ist, wenn glaubhaft ist, dass der Fahrer oder die Fahrer trotz Maske identifiziert werden kann.

Fahrerinnen und Fahrer sollen dahingehend unterwiesen sein, dass sie den Mund-Nasen-Schutz im Fahrzeug nur dann tragen, wenn andere Personen mitfahren. Die Kombination mit Sonnenbrillen soll auf den notwendigen Zeitraum begrenzt werden. Um die Identifikation sicherzustellen, kann das Unternehmen beispielsweise für die Pandemiezeit freiwillig die Führung eines Fahrtenbuchs anordnen (sofern kein Fahrtenschreiber benutzt wird).

Kann der Fahrer oder die Fahrerin keine medizinische Gesichtsmaske tragen, müssen alle anderen Personen im Fahrzeug eine FFP2-Maske tragen. Aus dem Einsatz von FFP2-Masken folgen jedoch zwingende betriebliche Maßnahmen. Lesen Sie dazu die Frage "Welche Rechtsfolgen ergeben sich aus dem Einsatz von FFP2-Masken?" in den "Allgemeinen Fragen und Antworten".

Abweichende Vorgaben aus den Infektionsschutzgesetzen der Länder sind vorrangig zu beachten.

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