Luftfahrt

TippFaktenblätter Coronavirus LuftfahrtFaktenblatt Coronavirus - Infektionsschutz der Luftfahrt

Informationen für den Flugbetrieb (PDF, deutsch)Informationen für Bodenverkehrsdienste/Technikbereich (PDF, deutsch)

Die generellen Vorgaben von Schutzmaßnahmen im Rahmen des allgemeinen Infektionsschutzes werden von den Bundesländern sowie ggf. von Städten und Gemeinden gemacht. Diese müssen beachtet werden. Folgende Empfehlungen der BG Verkehr gelten für den Schutz der Beschäftigten in der Luftfahrt. Bitte beachten Sie die hier gegebenen Hinweise unbedingt in Verbindung mit den branchenübergreifenden Empfehlungen, die Sie unter "Allgemeinen Fragen und Antworten" finden.

Flugbetrieb

Welche organisatorischen und personenbezogenen Maßnahmen zum Schutz der Crews sollen wir treffen?

Stellen Sie den Crewmitgliedern ausreichende Informationen zur Verfügung und führen Sie Unterweisungen durch. Dabei können verfügbare Medien genutzt werden. Sorgen Sie außerdem für umfassende Beratungsangebote, z. B. über den Betriebsarzt oder die Betriebsärztin.

Die Crewmitglieder sollen Menschenansammlungen auf den Flughäfen und in den Räumen der Airline vermeiden. Passen Sie die Nutzung von intensiv genutzten Verkehrswegen so an, dass die Abstandsregel eingehalten werden kann. Sorgen Sie dafür, dass genügend Abstand (mindestens 1,5 Meter) in Briefingräumen und in Crewbussen eingehalten werden kann und stellen Sie eine gute, regelmäßige Durchlüftung sicher. Gegebenenfalls müssen größere Räume und geräumige Busse verwendet werden. Achten Sie darauf, dass das Fahrzeuginnere von Crewbussen regelmäßig entsprechend den Hygieneempfehlungen gereinigt wird. Sensibilisieren Sie die Crews dafür, auch in Pausen und im Layover den Infektionsschutz zu beachten, Kontakte zu reduzieren, auch innerhalb der Crews am Zielort die AHA-L-Regel einzuhalten und für erforderliche Abstimmung bevorzugt Messenger oder das Telefon zu nutzen.

Schulungen sollen gegebenenfalls in Abstimmung mit dem Luftfahrt-Bundesamt (LBA) oder der Europäischen Luftfahrtbehörde (EASA) abgesagt oder verschoben werden.

Soweit möglich, soll mit festen Crews gearbeitet werden, damit die Ausdehnung der Kontakte innerhalb der Belegschaft so weit wie möglich begrenzt ist.

Prüfen Sie, ob der Service – je nach Flugdauer – auf das Nötigste reduziert (Ausgabe von geschlossenen Getränkeflaschen und abgepackten Snacks), kontaktarm organisiert oder gar ganz gestrichen werden kann. Ein Bordverkauf soll möglichst nicht stattfinden oder nur angeboten werden, wenn ein Schutzkonzept vorliegt, welches mit den Fachkräften für Arbeitssicherheit abgestimmt ist. Soweit möglich, soll eine Toilette im Flugzeug geblockt werden, um der Crew regelmäßiges Händewaschen mit einer handschonenden Flüssigseife zu ermöglichen. Die Handtuchspender sollen vor Flugbeginn voll aufgefüllt werden.

Die Arbeitsplätze im Cockpit sind hingegen so spezifisch in Bezug auf Raumgröße und Bewegungseinschränkung, das hier konkrete Maßnahmen in der Gefährdungsbeurteilung ermittelt und berücksichtigt werden müssen. Dabei ist der Sachverstand zum Flugbetrieb und seinen luftrechtlichen Anforderungen unabdinglich.

Erstellen und verteilen Sie Informationen für die Passagiere zum Verhalten beim Boarding. Bei einer Hilfestellung zur Unterbringung des Handgepäcks durch das Kabinenpersonal entstehen vermeidbare Kontakte. Eine solche Hilfestellung soll, wo immer möglich, vermieden werden. Wir empfehlen, dies gegenüber den Passagieren beim Check-in oder vor dem Boarding zu kommunizieren. Die Passagiere sollen einen geeigneten Mund-Nasen-Schutz tragen, das senkt das Infektionsrisiko für die Crew. In Situationen, bei denen der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann, muss die Crew zur Verfügung gestellten Mund-Nasen-Schutz oder Atemschutzmasken nutzen.

Wie sollen wir bei einer Infektion von Crewmitgliedern vorgehen?

Treffen Sie organisatorische Vorkehrungen, damit nach der Feststellung einer Infektion schnell ermittelt werden kann, ob es direkte Kontakte bei der Arbeit gab. Alle Festlegungen müssen mit dem Betriebsarzt oder der Betriebsärztin, der Personalvertretung und gegebenenfalls den Behörden abgestimmt werden. Kommunizieren Sie die Regelungen gegenüber den Beschäftigten detailliert.

Ein infiziertes Crewmitglied muss, möglichst nach telefonischer Voranmeldung, ärztliche Hilfe aufsuchen. Stellt es Symptome während der Arbeit fest, muss jeder weitere Kontakt zu Passagieren oder anderen Crewmitgliedern unbedingt vermieden werden. Sorgen Sie für Unterweisungen zu den möglichen Symptomen und schaffen Sie ergänzende betriebsärztliche Beratungsangebote. Kommunizieren Sie Sprechstunden und Angebote von Flughafenambulanzen an die Crews.

Brauchen die Crewmitglieder eine zusätzliche Schutzausrüstung?

Regelmäßiges, gründliches Händewaschen mit Seife reicht im Normalfall aus. Zusätzlich sollen für den Fall, dass die Handhygiene nicht anders gewährleistet werden kann, kleine Flaschen mit Desinfektionsmittel (mindestens begrenzt viruzid) ausgegeben werden. Hilfreich kann außerdem ein kleiner Vorrat an Feuchttüchern sein.

Der übliche Mund-Nasen-Schutz schützt nicht vor der eigenen Ansteckung, reduziert aber die Gefahr der Weitergabe von Viren an andere Crewmitglieder und Passagiere. Da während des Service der Abstand von 1,5 bis 2 Metern in der Regel nicht eingehalten werden kann, müssen die Schutzmasken während des Service getragen werden.

Zur Verwendung und Eignung von Schutzmasken gibt es Hinweise in den "Allgemeinen Fragen und Antworten"!

Während des Service können Einmalhandschuhe getragen werden.

Welche Hygienemaßnahmen müssen wir beachten?

Die Crewmitglieder sollen auf Händeschütteln und sonstigen körperlichen Kontakt verzichten. Sie sollen regelmäßig und gründlich die Hände mit Wasser und Seife waschen (Dauer: mind. 30 Sekunden). Ist die Handhygiene mit Wasser und Seife nicht möglich, kann gegebenenfalls ein Desinfektionsmittel genutzt werden. Die Auswahl eines geeigneten Desinfektionsmittels soll vorher in der Gefährdungsbeurteilung ermittelt werden.

Die Crewmitglieder sollen sich nicht ins Gesicht fassen und einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen halten, wann immer das möglich ist.

Die Oberflächen in Cockpit, Kabine und Toiletten müssen nach jedem Flug mit fettlöslichem Reiniger (z. B. übliche Haushaltsreiniger) gereinigt werden. Eine zusätzliche Oberflächendesinfektion soll nur von eingewiesenem Fachpersonal durchgeführt werden.

Ground Handling

Welche organisatorischen Maßnahmen sollen wir treffen?

Um direkte Kontakte zu reduzieren, hat es sich bewährt, versetzte Anfangszeiten einzuführen bzw. Teams zeitlich versetzt beginnen zu lassen. Es ist darüber hinaus sinnvoll, Teams in kleinere Gruppen aufzuteilen. Die Beschäftigten sollen das Betriebsgelände erst unmittelbar vor der Arbeit betreten und danach unmittelbar verlassen. Das Zusammentreffen mehrerer Teams (z. B. zu Pausen oder Besprechungen) soll wirksam vermieden werden. Achten Sie bei der Aufstellung von Schichtplänen darauf, möglichst dieselben Personen zu gemeinsamen Schichten einzuteilen. Damit reduzieren Sie die Kontaktmöglichkeiten innerhalb der Belegschaft und sorgen dafür, dass gegebenenfalls infizierte Beschäftigte nur eine begrenzte Zahl anderer Beschäftigter anstecken können.

Die Sitzplatzkapazitäten in den Kantinen sollen soweit reduziert oder das Raumangebot so erweitert werden, dass die Abstandsvorgaben eingehalten werden können. Vor der Essensausgabe, an Kassen etc. sind Abstandsmarken anzubringen. Das Cateringkonzept soll an die Situation angepasst werden (z. B. keine Selbstbedienungsbereiche, stattdessen Ausgabe portionierter Speisen, Besteck gibt das Kantinenpersonal aus, Getränke gibt es nur noch als Flaschenware, nicht mehr am Spender). An den Pausenräumen gibt es Einlassbeschränkungen und Zutrittslisten. Wird in Schichten gearbeitet, soll der Zutritt zu Umkleide- und Waschräumen so geregelt sein, dass sich Beschäftigte verschiedener Schichten nicht begegnen. Die Räume müssen so ausgelegt sein, dass die Mindestfläche von 10 Quadratmetern für jede im Raum befindliche Person nicht unterschritten wird.

Beim Check-in oder an Informationsschaltern ist ein Kontaktschutz für Beschäftigte sinnvoll, beispielsweise durch das Anbringen von Abtrennungen (z. B. Plexiglasscheiben). Der obere Rand der Abtrennung darf folgende Mindesthöhe über dem Fußboden nicht unterschreiten:

  • 1,50 m zwischen sitzenden Personen
  • 1,80 m zwischen sitzenden und gegenüberstehenden Personen (zum Beispiel Kunden),
  • 2,00 m zwischen stehenden Personen.

Die Abtrennungen sollen regelmäßig mit fettlöslichen Reinigungsmitteln gereinigt werden, am besten mehrmals täglich und auf jeden Fall bei einem Schichtwechsel. Führen Sie Abstandsregelungen beim Check-in von Passagieren ein und setzen Sie diese mit Hilfe von Markierungen oder Ähnlichem durch. Passagiere aus Risikogebieten werden unter Regie des zuständigen Gesundheitsamts abgefertigt.

Achten Sie strikt auf die ausschließlich personenbezogene Benutzung jeglicher persönlichen Schutzausrüstung (PSA) und Arbeitsbekleidung. Ermöglichen Sie die personenbezogene hygienische Aufbewahrung von Arbeitsbekleidung und PSA getrennt von der Alltagskleidung insbesondere dann, wenn die getrennte Aufbewahrung in der Gefährdungsbeurteilung vorgesehen ist.

Kann man sich beim Handling von Gepäckstücken oder Luftfracht mit dem Coronavirus infizieren?

Bislang sind keine Fälle bekannt geworden sind, bei denen es zu einer Infektion durch Berühren von Transportverpackungen, Waren oder Gepäckstücken gekommen ist. Dies bestätigt auch eine Einschätzung des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR). Dennoch ist eine Übertragung des Virus durch eine Schmierinfektion möglich – zum Beispiel bei Berührung von Gepäckstücken infizierter Personen. Aus diesem Grund ist eine ausgeprägte Handhygiene zu empfehlen. Das gilt auch, wenn Arbeitshandschuhe getragen werden. In diesem Fall müssen die Handschuhe regelmäßig desinfiziert oder ausgetauscht werden. Auf keinen Fall soll man sich mit Handschuhen ins Gesicht fassen.

Welche Hygienemaßnahmen müssen wir beachten?

Die Teammitglieder sollen einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen halten, wann immer das möglich ist. Auf Händeschütteln und körperlichen Kontakt muss verzichtet werden. Die allgemein bekannten Hygieneregeln müssen eingehalten werden. Dazu zählen beispielsweise sich nicht ins eigene Gesicht zu fassen sowie regelmäßig und gründlich die Hände mit Wasser und Seife zu waschen (Dauer: mind. 30 Sekunden). Ist die Handhygiene mit Wasser und Seife nicht möglich, kann gegebenenfalls ein Desinfektionsmittel genutzt werden. Die Auswahl eines geeigneten Desinfektionsmittels soll vorher in der Gefährdungsbeurteilung ermittelt werden.

Oberflächen in Arbeitsbereichen sollen mit fettlöslichem Reiniger (z. B. übliche Haushaltsreiniger) gereinigt werden. Eine zusätzliche Oberflächendesinfektion soll nur von eingewiesenem Fachpersonal durchgeführt werden.

Technikbereich

Welche organisatorischen Maßnahmen sollen wir treffen?

Um direkte Kontakte zu reduzieren, hat es sich bewährt, versetzte Anfangszeiten einzuführen, bzw. Teams zeitlich versetzt beginnen zu lassen. Es kann darüber hinaus sinnvoll sein, Teams in kleinere Gruppen aufzuteilen und bei der Personaleinteilung insgesamt darauf zu achten, dass Teams, Arbeitsschichten und -gruppen möglichst wenig durchmischt werden. Die Beschäftigten sollen das Betriebsgelände erst unmittelbar vor der Arbeit betreten und danach unmittelbar verlassen, um alle unnötigen Kontakte zu vermeiden. Das Zusammentreffen mehrerer Teams (z. B. zu Pausen oder Besprechungen) soll während der Coronakrise vermieden werden. Achten Sie bei der Aufstellung von Schichtplänen darauf, möglichst dieselben Personen zu gemeinsamen Schichten einzuteilen. Damit reduzieren Sie die Kontaktmöglichkeiten innerhalb der Belegschaft und sorgen dafür, dass infizierte Beschäftigte nur eine begrenzte Zahl anderer Beschäftigter anstecken können.

An den Pausenräumen gibt es Einlassbeschränkungen und Zutrittsregelungen. Wird in Schichten gearbeitet, soll der Zutritt zu Umkleide- und Waschräumen so geregelt sein, dass sich Beschäftigte verschiedener Schichten nicht begegnen und Mindestabstände eingehalten werden können. Die Sitzplatzkapazitäten in den Kantinen sollen soweit reduziert oder das Raumangebot so erweitert werden, dass die Abstandsvorgaben eingehalten werden können. Das Cateringkonzept soll an die Situation angepasst werden (z. B. keine Selbstbedienungsbereiche, stattdessen Ausgabe portionierter Speisen, Besteck gibt das Kantinenpersonal aus, Getränke gibt es nur noch als Flaschenware, nicht mehr am Spender).

Anstehende Unterweisungen, Besprechungen – sofern unbedingt erforderlich – sollen Sie möglichst durch Video- oder Telefonkonferenzen ersetzen. Falls Besprechungen durchgeführt werden müssen, ist die Abstandsregel einzuhalten. Eine gründliche Lüftung muss bei Tätigkeitsaufnahme in den Räumen und dann in regelmäßigen Abständen erfolgen. Besprechungsräume müssen zusätzlich bereits vor der Benutzung gelüftet werden, insbesondere dann, wenn sich zuvor andere Personen dort aufgehalten haben.

Achten Sie strikt darauf, dass persönliche Schutzausrüstung (PSA) und Arbeitsbekleidung personenbezogen ausgegeben und genutzt wird. Ermöglichen Sie die personenbezogene hygienische Aufbewahrung von Arbeitsbekleidung und PSA getrennt von der Alltagskleidung, insbesondere dann, wenn die getrennte Aufbewahrung in der Gefährdungsbeurteilung vorgesehen ist.

Zur Verwendung und Eignung von Schutzmasken gibt es Hinweise in den "Allgemeinen Fragen und Antworten".

Welche Hygienemaßnahmen müssen wir beachten?

Die Beschäftigten sollen einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen halten, wann immer das möglich ist. Auf Händeschütteln und körperlichen Kontakt muss verzichtet werden. Die allgemein bekannten Hygieneregeln müssen eingehalten werden. Dazu zählen beispielsweise sich nicht ins eigene Gesicht zu fassen sowie regelmäßig und gründlich die Hände mit Wasser und Seife zu waschen (Dauer: mind. 30 Sekunden). Ist die Handhygiene mit Wasser und Seife nicht möglich, kann gegebenenfalls ein Desinfektionsmittel genutzt werden. Die Auswahl eines geeigneten Desinfektionsmittels soll vorher in der Gefährdungsbeurteilung ermittelt werden.

Oberflächen gemeinsam genutzter Arbeitsmittel und Arbeitsplätze sollen mit fettlöslichem Reiniger (z. B. übliche Haushaltsreiniger) gereinigt werden. Eine zusätzliche Oberflächendesinfektion soll nur von eingewiesenem Fachpersonal durchgeführt werden.

Einsatz- und Transportfahrzeuge für den innerbetrieblichen Verkehr sollen nur alleine genutzt werden, sofern es die Arbeitsorganisation zulässt. Veranlassen Sie eine regelmäßige Innenreinigung von Dienstfahrzeugen, insbesondere bei Benutzerwechsel.

Artikelaktionen