Automatische Feststellbremse wird bezuschusst

Feststellbremsen, die sich automatisch einlegen, helfen schwere Unfälle durch wegrollende Fahrzeuge zu vermeiden. Für die Ausstattung mit diesen Systemen können Fördergelder aus dem De-minimis-Förderprogramm beantragt werden.

Regelmäßig ereignen sich Unfälle, weil abgestellte Fahrzeuge nicht ausreichend vor dem Wegrollen gesichert werden. Dabei kann es zu schweren Unfällen kommen. Im Zeitraum 2011 bis Mitte 2017 starben 25 Menschen durch nicht gesicherte Fahrzeuge. Diese Zahl hat der Fachbereich Verkehr und Landschaft der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung unter Federführung der BG Verkehr ermittelt. Die meisten Unfälle ereigneten sich während des Kuppelns bzw. Be- und Entladens von Nutzfahrzeugen.

Solche Unfälle können durch Feststellbremsen vermieden werden, die sich selbsttätig einlegen, wenn der Fahrer den Fahrersitz verlässt. Wie das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) auf Nachfrage der BG Verkehr nun bekannt gab, können für die Ausstattung von Fahrzeugen mit diesen Feststellbremsen Fördergelder aus dem De-minimis-Programm beantragt werden. Bei dem Einbau solcher Bremsen handelt es sich um eine „zusätzliche, überobligatorische Sicherheitsausstattung“, teilt das BAG mit Verweis auf Nummer 1.3 des Maßnahmenkataloges der Förderrichtlinie mit.

Die BG Verkehr begrüßt diese Entscheidung. „Das ist wieder ein kleiner Mosaikstein auf dem Weg zur „Vision Zero“, einer Welt ohne schwere und tödliche Unfälle“, so der stellvertretende Leiter des Geschäftsbereichs Prävention der BG Verkehr, Dr. Klaus Ruff.

Fachbereich Verkehr und Landschaft
Der Fachbereich ist bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung angesiedelt. Er berät und unterstützt staatliche Stellen, Hersteller sowie andere interessierte Kreise in Fragen zur Arbeitssicherheit. Federführender Unfallversicherungsträger ist die BG Verkehr, auch die Geschäftsstelle ist dort erreichbar.

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