Ganzjahresreifen: Auf die Profilstärke achten

Sind Ganzjahresreifen eine Alternative zum zweimal jährlich fälligen Reifenwechsel? Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) hat zusammen mit dem ACE Auto Club Europa verschiedene Modelle getestet.

Weil die Winter immer milder werden und der Wechsel von Sommer- auf Winterreifen und umgekehrt mit Aufwand verbunden ist, werden Ganzjahresreifen immer beliebter. Allein im vergangenen Jahr stiegen nach Angaben der GTÜ die Verkaufszahlen um zehn Prozent.

Die Kfz-Überwachungsorganisation hat acht Ganzjahresreifen-Modelle unter winterlichen und sommerlichen Straßenbedingungen unter die Lupe genommen. Sieben Modelle kommen nach Einschätzung der GTÜ als Alternative zu Winterreifen in Frage.

Der TÜV Rheinland weist darauf hin, dass Hersteller die Wintertauglichkeit der Ganzjahresreifen nur bis zu einer Profiltiefe von vier Millimetern garantieren. Wenn die Reifen während des ganzen Jahres gefahren werden, verlieren die Reifen schneller Profil als Reifen, die halbjährlich gewechselt werden. Deshalb sollte zu Beginn der Wintersaison unbedingt die Profiltiefe geprüft werden. Bei weniger als vier Millimeter verliert der Reifen an Griff. Der Bremsweg bei Schnee und Eis wird länger.

Grundsätzlich ist ein Ganzjahresreifen jedoch immer ein Kompromiss. Auch der beste Ganzjahresreifen ist insbesondere in den Sommer- und Winterdisziplinen nicht so gut wie der beste Sommer- oder Winterreifen. Dies sollte in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden!

Weitere Informationen der GTÜ

Weitere Informationen des TÜV Rheinland

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