Unfälle zwischen Lkw und Fußgängern

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat Unfälle untersucht, bei denen Fußgänger von Lkw verletzt oder getötet wurden. Während Fahrradfahrer vor allem mit abbiegenden Fahrzeugen kollidieren, geraten Fußgänger überwiegend vor die Front anfahrender Lkw.

Nach Angaben der UDV sind von den im vergangenen Jahr im Straßenverkehr getöteten 458 Fußgängern 54 bei einem Unfall mit einem Lkw über 3,5 Tonnen zu Tode gekommen.

Die Auswertung der Unfälle mit schweren Lkw zeigt, dass die Schwere der Verletzungen und die betroffenen Körperregionen bei Fußgängern und Radfahrern sehr ähnlich sind. Die Unfallabläufe unterscheiden sich jedoch deutlich. Radfahrer werden in den meisten Fällen von einem abbiegenden Lkw erfasst, Fußgänger vor allem frontal von einem geradeaus fahrenden Lastwagen, etwa beim unvermittelten Anfahren im Stop-and-Go-Verkehr.  

Eine wesentliche Rolle spielt dabei das eingeschränkte Sichtfeld auf den Bereich unmittelbar vor dem Fahrzeug. Erschwerend kommt nach Ansicht der Unfallforscher hinzu, dass manche Fahrer Sichtbehinderungen wie Gardinen, Laptops oder Namensschilder installiert haben. Laut UDV müssen Fußgänger für die Gefahr sensibilisiert und Fahrer trainiert werden, grundsätzlich vor dem Anfahren in den Frontspiegel zu schauen. Auch tiefergesetzte Führerhäuser, wie sie für Müllfahrzeuge verfügbar sind, könnten diese Unfälle verhindern. Dringend müsse auch die im Fahrzeug vorhandene Notbremstechnik optimiert werden, so dass sie nicht nur Fußgänger sicher erkennt, sondern auch das Anfahren verhindert, wenn sich ein Fußgänger oder Radfahrer im kritischen Bereich befindet.

Weitere Informationen der UDV

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