Neues Wildwarnsystem im Test

Im vergangenen Jahr kam es auf Bayerns Straßen zu fast 76.000 Wildunfällen. Deshalb testet der Freistaat nun auf vier Pilotstrecken ein neues Warnsystem, das Wildtiere am Straßenrand erkennt und Autofahrer durch Lichtsignale vorwarnt.

In den Landkreisen Schweinfurt, Wunsiedel und Erding/Landshut soll das von dem Start-Up „AniMot“ entwickelte Wildwarnsystem zunächst drei Jahre lang zum Einsatz kommen.

Anders als andere Wildwarnsysteme setzt „AniMot“ nicht auf eine Abschreckung der Tiere, sondern auf die Warnung der Autofahrer. Ein kleines Gerät am Straßenleitpfosten überwacht das Gebiet rund um die Straße und aktiviert eine integrierte gelbe Warnlampe, sobald es Wildtiere am Straßenrand erkennt. Die Geräte suchen nach einer Wärmequelle und funktionieren durch Infrarotlicht. Das Licht soll den Autofahrer warnen und ihm signalisieren, dass gleich Wild seinen Weg kreuzen könnte. Gleichzeitig sendet das System eine Warnung an die Module der benachbarten Leitpfosten, die ebenfalls aufleuchten. Verkehrsteilnehmer sollen so bereits in ausreichender Entfernung gewarnt werden.

Artikelaktionen