Umstrittene Werbung für Fahrradhelme

Heftig umstritten und viel diskutiert wurde die derzeitige Kampagne des Bundesverkehrsministeriums und Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) „Looks like shit. But saves my life.“ Die Anzeigenmotive zeigt Modells in Unterwäsche, die für die Nutzung von Fahrradhelmen werben.

Laut DVR bleibt abzuwarten, ob die Kampagne ihr Ziel erreicht und mehr Fahrradfahrer einen Helm nutzen. Bereits jetzt könne aber konstatiert werden, dass noch nie ungewöhnlicher und mit mehr Resonanz für den Fahrradhelm geworben worden sei.

„Es ist uns wichtig, die Zielgruppe der jungen Menschen zu erreichen, da die Helmtragequote in dieser Altersgruppe erschreckend niedrig ist. Das ist uns auch gelungen“, so Christian Kellner, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). "Natürlich ist eine solche Kampagne auch immer eine Geschmacksfrage, aber wir zeigen ganz bewusst Frauen und Männer“, so Kellner weiter. Unbestritten sei, dass Fahrradhelme Folgen von Radunfällen mildern und Leben retten könnten.

Hintergrund der Kampagne ist, dass nach Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen in der Altersgruppe zwischen 17 und 30 Jahren nur acht Prozent der Radfahrenden einen Helm tragen. Viele machen ästhetische Gründe für den Verzicht auf den Schutz geltend. Die Initiatoren der Kampagne wollen dem mit Models aus der TV-Show "Germany`s Next Topmodel" entgegenwirken.

 

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