Telematisch gesteuerte Verfahren gegen Parkplatznot

Parkplätze für Lkw sind an den Autobahnen ein knappes Gut. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat in einem Praxistest untersucht, wie telematisch gesteuerte Parkverfahren zu einer besseren Nutzung der Parkflächen beitragen können.

Das Konzept des telematisch gesteuerten Kompaktparkens sieht vor, dass mehrere Lkw ohne Mittelfahrgasse zeitlich sortiert unmittelbar hinter- und nebeneinander parken. Mithilfe von dynamischen Anzeigen über den Parkstandreihen erhalten die Fahrzeugführer ein Angebot an Abfahrtzeiten.

Im Rahmen des von der BASt in Auftrag gegebenen Forschungsvorhabens wurde das Verfahren auf einer speziell für das Kompaktparken ausgestatteten Rastanlage begleitet und evaluiert. Dafür wurde die Rastanlage Jura West auf der A 3 als Pilotanlage ausgestattet.

Aus den 66 Lkw-/Bus-Parkständen entstanden durch eine entsprechende Umgestaltung der vorhandenen Verkehrsflächen 35 Parkstandsreihen, die insgesamt 105 Lkw eine Parkmöglichkeit boten. Durch das kompakte Hintereinanderparken konnten drei, statt bisher zwei Lkw in einer Parkstandreihe abgestellt werden.

Der vierwöchige Untersuchungszeitraum erwies laut BASt eine gute Funktionalität und Praxistauglichkeit des Kompaktparkens. Damit werde eine Grundlage geschaffen, diese Form der Parkraumbewirtschaftung weiterzuentwickeln und möglicherweise weitere Rastanlagen damit auszurüsten.

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