Drei Prozent mehr Tote im Straßenverkehr

Im Jahr 2018 kamen in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 3.275 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben. Das waren 95 Menschen mehr als 2017, eine Zunahme um drei Prozent.

Auch die Zahl der Verletzten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf 396.000.

57 Prozent der Verkehrsunfallopfer kamen auf Landstraßen ums Leben, auf Autobahnen 12,9 Prozent. Rund ein Drittel (903 Menschen) der Getöteten waren als Radfahrer oder zu Fuß unterwegs. 174 waren Insassen von Güterkraftfahrzeugen. Auch diese Zahl ist gestiegen. 2017 verstarben 167 Menschen in Güterkraftfahrzeugen, 2016 waren es 133.

Im Vergleich zu 2010 ist die Zahl der Verkehrstoten um 10,2 Prozent gesunken. Dabei gibt es deutliche Unterschiede hinsichtlich der Art der Verkehrsbeteiligung: Die Zahl der getöteten Pkw-Insassen lag 2018 um 22,6 Prozent niedriger als acht Jahre zuvor, die der Fußgänger um 3,8 Prozent. Dagegen ist die Zahl der getöteten Fahrradfahrer im Vergleich zu 2010 um 16,8 Prozent gestiegen. 

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) fordert angesichts der Zahl getöteten Radfahrer und Fußgänger von den Kommunen, mehr in ihre verkehrssichere Infrastruktur zu investieren. So müssten etwa die Breiten von Radverkehrsanlagen dringend an den gestiegenen Radverkehr angepasst werden.

Zur Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes

Zur Information des Deutschen Verkehrssicherheitsrates

Artikelaktionen