Forschung für mehr Verkehrssicherheit

Wenn Straßen einen Fahrradschutzstreifen haben, überholen Autofahrer die Radfahrer mit geringerem Abstand als auf Straßen ohne entsprechende Markierungen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung im Rahmen einer Bachelorarbeit, die nun vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat ausgezeichnet wurde.

Für seine Feldstudie hatte Leonard Eckhoff, der an der Technischen Universität Braunschweig studiert, mittels eines Ultraschallentfernungsmessgeräts den Abstand von Autos zu Fahrrädern beim Überholen gemessen. Dabei berücksichtigte er Einflussfaktoren wie die Straßenbreite, Fahrbahnmarkierungen, Ausweichmöglichkeiten und den Gegenverkehr.

Der nicht-repräsentative Feldversuch zeigte, dass die Wahrscheinlichkeit unsicherer Überholungen auf Straßen mit Markierungen steigt. Sehr enge Überholvorgänge (< 1 m Abstand) liegen z.B. auf Straßen mit Radschutzstreifen um das 7-fache höher als auf Straßen ohne Markierung.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat zeichnete Leonard Eckhoff für seine Arbeit mit seinem Förderpreis für exzellente Abschlussarbeiten aus. Ebenfalls ausgezeichnet wurden zwei Arbeiten zur effektiven Sanktionierung von Verkehrsverstößen in der Europäischen Union und zum Einfluss von Kollisionswarnsystemen auf das Fahrverhalten.

Der Förderpreis wird unterstützt von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Weitere Informationen zum Förderpreis

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