Einfluss von elektromagnetischen Feldern auf Implantate

Können elektromagnetische Felder, die durch Geräte im privaten und beruflichen Alltag entstehen, Herzrhythmusimplantate wie Herzschrittmacher und implantierte Defibrillatoren stören? Zwei medizinische Gesellschaften haben die aktuelle Studienlage zusammengefasst.

Laut Angaben der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) werden in Deutschland pro Jahr mehr als 77.000 Herzschrittmacher und über 25.000 Defibrillatoren implantiert. Zugleich steigt die Zahl der technischen Geräte im beruflichen und privaten Umfeld und damit der elektromagnetischen Felder.

Die DGK und DGAUM machen darauf aufmerksam, dass Interferenzen dieser Felder mit den Implantaten unterschiedliche Auswirkungen haben können. Allerdings geben die Gesellschaften Entwarnung: Bei heute gängigen Implantaten kommen diese Interferenzen nur noch sehr selten vor. Je nach Studie und Implantat seien lediglich 0,3 bis 0,7 Fälle pro 100 Patientenjahre nachgewiesen worden. Dann könne es zu einem Moduswechsel des Herzschrittmachers oder in schwerwiegenden Fällen zu inadäquaten, schmerzhaften Schockabgaben bei implantierten Defibrillatoren (ICDs) kommen, geben die DGK und DGAUM zu bedenken.

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