Corona-Pandemie: Hedtmann warnt vor Sorglosigkeit

In einem Podcast der Fachzeitung DVZ hat Dr. Jörg Hedtmann, Präventionsleiter der BG Verkehr, angesichts wieder ansteigender Infektionszahlen vor Sorglosigkeit gewarnt. Ein konsequentes Einhalten der empfohlenen Schutzmaßnahmen könne die Wahrscheinlichkeit von coronabedingten Einschnitten in den Betriebsablauf drastisch senken.

Hedtmann warnte im Gespräch mit DVZ-Redakteur Robert Kümmerlen die Unternehmen vor einer Mischung aus "Sorglosigkeit und selbstgebastelten Risikoeinschätzungen". Er riet dazu, die bereits im April und Mai getroffenen Maßnahmen in den Unternehmen konsequent beizubehalten. "Die betriebliche Existenz hängt möglicherweise von funktionierenden Schutzmaßnahmen ab", sagte Hedtmann mit Blick auf zuletzt steigende Infektionszahlen.

Die Mindeststandards bestehen aus Sicht der Präventionsexperten aus konsequenten Regelungen zu Abstand, Lüftung, Handhygiene und dem Tragen von Masken, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden können. Mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen in Betrieben, riet Hedtmann dazu, raumlufttechnische Anlagen zu überprüfen. Bei Anlagen, die mit Umluftzirkulation arbeiten, könnte ein einziger infizierter Mitarbeiter zum Superspreader werden.

Mit Blick auf die bisherigen Schutzmaßnahmen der Mitgliedsunternehmen der BG Verkehr zeigte sich Hedtmann positiv überrascht von den kreativen Lösungen, die viele Unternehmen gefunden hätte. "Wenn ein Betrieb die empfohlenen Schutzmaßnahmen konsequent einhält, besteht die große Chance, dass es zu keinen Einschnitten kommt", betont Hedtmann.

Das gesamte Gespräch finden Sie auf der Website der DVZ.

 

 

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