Lihtium-Ionen-Akkus: Brandgefahr vermeiden

Ein defekter Fahrrad-Akku setzt eine komplette Lagerhalle in Brand. Ein brennendes Elektrofahrzeug muss eine Woche lang im Wasserbehälter auskühlen. In einer Privatwohnung explodiert ein Akku am Ladegerät: Unfälle mit Lithium-Ionen-Batterien sind zwar eine Ausnahme. Das Gefahrenpotenzial ist bei diesen Bränden aber extrem hoch und die Brandbekämpfung schwierig.

Mittlerweile sind wieder aufladbare Lithium-Ionen-Batterien weit verbreitet. Man findet sie in Knopfzellen für Hörgeräte und Uhren, Mobiltelefonen, Laptops, Elektrowerkzeugen und im Bereich der Elektromobilität vom E-Roller über E-Autos bis hin zu Nutzfahrzeugen wie E-Bussen. Bei richtigem Umgang und korrekter Handhabung sind die Batterien sehr sicher. Falsche Handhabung, innere Kurzschlüsse und auch Herstellungsfehler können aber in seltenen Fällen Brände auslösen. "Wenn Beschäftigte mit Arbeitsmitteln arbeiten, die Lithium-Batterien enthalten, sollten sie hinsichtlich der Besonderheiten dieses Energiespeichers regelmäßig unterwiesen werden", rät deshalb Horst Schramen, Aufsichtsperson und Brandschutzexperte der BG Verkehr.

Nur Originalzubehör verwenden

Viele Brände entstehen während des Ladevorgangs, deshalb sind hier besondere Schutzmaßnahmen sinnvoll. Wichtig ist, dass nur Originalzubehör wie Ladegeräte und Akkus verwendet werden. Beide bilden immer eine Einheit. Einzelne Akkus, auch in Geräten verbaute, sollten auf einem nicht brennbaren Untergrund und nicht in der Nähe brennbarer Materialien geladen werden. Zum Laden mehrerer Akkus oder akkubetriebener Geräte (etwa mehrerer Handscanner) empfiehlt sich ein gesonderter Raum oder Container ohne weitere Brandlast oder ein geeigneter Lagerschrank. Sinnvoll ist auch eine Überwachung mittels Brandmeldeanlage.

Ausführliche Informationen zum Gefahrenpotenzial von Lithium-Ionen-Batterien, zur Bekämpfung der Brände und zur Prävention finden Sie in der neuen Ausgabe des Magazins der BG Verkehr "SicherheitsProfi".

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