Corona schlägt sich in der Unfallstatistik nieder

Rund 15 Prozent weniger Arbeitsunfälle hat die BG Verkehr im ersten Halbjahr in ihren Mitgliedsunternehmen verzeichnet. Dieser Trend hat sich nun auch bei anderen Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung bestätigt.

Das geht aus vorläufigen Zahlen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hervor, die ihr Verband, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), veröffentlicht hat. Laut Statistik der DGUV sank die Zahl der Arbeitsunfälle bundesweit von 432.684 auf 367.016 (-15,2 Prozent). Die Zahl der meldepflichtigen Wegeunfälle ging um rund 20 Prozent zurück.

"Der Grund hierfür dürfte zum einen die große Zahl der Beschäftigten sein, die in Kurzarbeit gegangen sind. Zum anderen sind Millionen Beschäftigte ins Homeoffice gewechselt, was ihr Wegeunfallrisiko praktisch ausgeschaltet hat", kommentiert Dr. Stefan Hussy, Hauptgeschäftsführer der DGUV, die Entwicklung.

Auch in den Mitgliedsunternehmen der BG Verkehr ging die Zahl der Arbeitsunfälle in den ersten sechs Monates dieses Jahres um 14,3 Prozent, die der Wegeunfälle sogar um 19,7 Prozent zurück. 

Mehr Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit

Beschäftigte in stationären oder ambulanten medizinischen Einrichtungen und in Laboratorien können eine Erkrankung an COVID-19 unter bestimmten Voraussetzungen als Berufskrankheit anerkennen lassen. Insgesamt erhielten die Unfallversicherungsträger bis Ende Juni 13.601 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das führte dazu, dass die Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit um rund 24 Prozent auf insgesamt 51.789 stiegen.

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