Kostenfaktor Renten

Ob leichte Prellung, komplizierter Knochenbruch oder schwere und manchmal auch tödliche Verletzungen: Arbeitsunfälle verursachen Schmerzen, Leid und auch Kosten. Rund 685 Mio. Euro gab die BG Verkehr 2019 für Rehabilitations- und Entschädigungsleistungen für ihre Versicherten aus.

Den größten Anteil an den Ausgaben haben mit fast 50 Prozent Rentenzahlungen. Diese Zahlung erhalten Versicherte, wenn eine Heilung nicht oder nicht vollständig möglich ist. Im Todesfall haben die Hinterbliebenen Anspruch auf eine Rente.

Weil Unfälle in einigen Branchen der Mitgliedsunternehmen oft schwer sind, ist der Rentenbestand der BG Verkehr hoch. Insgesamt erhielten 45.627 Versicherte oder Hinterbliebene im vergangenen Jahr eine Rente, davon wurden 1.429 Renten erstmals gezahlt. Die Ausgaben für Renten und andere Entschädigungsleistungen beliefen sich auf rund 335 Mio. Euro.

Um die Versicherten während der medizinischen Rehabilitation finanziell abzusichern und den unfallbedingten Ausfall an Arbeitsentgelt und -einkommen auszugleichen, zahlt die BG Verkehr – wie alle Träger der gesetzlichen Unfallversicherung – Verletztengeld. Die Zahlung beginnt, nachdem die Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers endet. Rund 71 Mio. Euro brachte die BG Verkehr 2019 für diese Leistung auf.

Neben der medizinischen Behandlung unterstützt die BG Verkehr ihre Versicherten mit Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft. Dafür und für Pflegeleistungen gab sie rund 77 Mio. Euro aus.

Mit 45 Mio. Euro finanzierte die BG Verkehr Maßnahmen der Prävention und Ersten Hilfe, um die Arbeitssicherheit in den Mitgliedsunternehmen zu erhöhen.

Die Ausgaben für Verwaltungs- und Verfahrenskosten beliefen sich auf 83 Millionen Euro.

Die Versicherten der BG Verkehr in den rund 200.000 Mitgliedsunternehmen erlitten im vergangenen Jahr 81.976 meldepflichtige Unfälle bei ihrer Arbeit oder auf dem Arbeitsweg.

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