Fakten zu Mund-Nase-Bedeckungen

Zu den wirkungsvollen Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus gehört die Verwendung von Mund-Nase-Bedeckungen. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung gibt Empfehlungen zum Umgang mit den Masken im betrieblichen Alltag.

Immer wieder erreichen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen Anfragen zu Mund-Nase-Bedeckungen (MNB). Hintergrund ist oft die Sorge, dass das Tragen der Masken der Gesundheit schaden könnte. Aktuell liegen keine Informationen vor, die belegen, dass MNB aus textilem Gewebe die Atmung in einem gesundheitsgefährdenden Maße beeinträchtigen oder eine so genannte 'CO2-Vergiftung' auslösen könnten. Das erklärt der Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Umgekehrt sehen die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in MNB eine Maßnahme, das Risiko von Tröpfcheninfektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 zu verringern, wenn der Mindestabstand nicht gewährleistet ist.

Empfehlung zur Tragedauer

Ordnen Arbeitgeber den Einsatz von MNB an, sind sie verpflichtet, dies in ihrer Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen. Dies hat in den vergangenen Monaten immer wieder zu Nachfragen bei den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung geführt - insbesondere hinsichtlich der Tragedauer und Erholungszeiten. Die DGUV hat daher eine Empfehlung veröffentlicht. Bei mittelschwerer körperlicher Arbeit empfiehlt sie eine Tragedauer von zwei Stunden mit einer anschließenden Erholungszeit von 30 Minuten. Während der Erholungszeit geht es darum, die MNB abzulegen; eine Arbeitspause ist damit nicht gemeint. Bei leichter Arbeit ist auch eine Verlängerung der Tragedauer auf drei Stunden möglich. In der betrieblichen Praxis ist es außerdem oft möglich, situationsbedingt für kurze Zeit die MNB abzunehmen, wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen Personen gewährleistet werden kann.

Die Empfehlung liefert Arbeitgebern Orientierungswerte. Sie macht jedoch keine verbindlichen Vorgaben. Insbesondere lässt sich aus ihr nicht ableiten, dass Hygienepläne und betriebliche Regelungen, die das Tragen von MNB vorsehen, hinfällig sind. Auch lässt sich keine Verpflichtung für Arbeitgeber daraus herleiten, Vorsorgeuntersuchungen nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbmedVV) anzubieten.

Weitere Informationen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung

Weiterführende Informationen zum Schutz vor Sars-CoV-2-Infektionen am Arbeitsplatz geben die branchenspezifischen Hinweise der BG Verkehr.

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