Blaulichttraining am Simulator

Im Stress eines Blaulichteinsatzes kommt es manchmal zu brenzligen Situationen und Unfällen. Mit Hilfe von Fahrsimulatoren können Rettungs- und Notfallsanitäter auf solche Einsätze vorbereitet werden.

Die Johanniter-Akademie Berlin/Brandenburg will nun das Training an Simulatoren in ihre Ausbildungskurse einbauen. Ein von der Akademie angeschaffter Simulator der SiFaT Road Safety GmbH versetzt die Teilnehmer virtuell in das Cockpit eines Rettungsfahrzeugs. Sie erleben unterschiedliche Gefahrensituationen, die bei einem Blaulichteinsatz im Rettungswagen auf sie zukommen können. Gleichzeitig lernen sie, in solchen Situationen richtig zu reagieren.

Wie Matthias Schauer, Leiter der Johanniter-Akademie Berlin/Brandenburg, betont, kann der Simulator die Fahrschule oder qualifizierte Fahrzeugeinweisungen nicht ersetzen. „Aber es gibt Dinge, die man nur im Simulator üben kann, wie beispielsweise ein plötzlich auf die Straße laufender Fußgänger oder ein anderes Fahrzeug, das einem die Vorfahrt nimmt", sagt Schauer. Weil ein Rettungswagen leicht kippen kann, sei ein Training im Simulator zudem ungefährlicher als eine Fahrt auf dem Übungsgelände.

Auch Christian Ecke, Fachreferent bei der BG Verkehr, begrüßt den Einsatz von professionellen Fahrsimulatoren in der Ausbildung. "Ob im Rettungsdienst oder im Transportgewerbe: Die Trainings helfen den Fahrerinnen und Fahrern, mehr Sicherheit zu gewinnen und auch Unfälle zu verhindern." Ecke weist darauf hin, dass verschiedene Hilfsorganisationen in einigen Bundesländern ihre Simulatoren auch Externen für Schulungen zur Verfügung stellen.

Artikelaktionen