Vor Corona: Statistiken zur Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2019

Durch Arbeitsunfähigkeit fielen 2019 schätzungsweise etwa 712 Millionen Arbeitstage aus – durchschnittlich 17,3 Tage pro Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlicht hat.

Davon entfielen 22,3 Prozent auf "Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems", 16,5 Prozent auf "Psychische und Verhaltensstörungen" und 13,1 Prozent auf "Krankheiten des Atmungssystems". Nach Angaben der BAuA führte das insgesamt zu einem geschätzten Produktionsausfall anhand der Lohnkosten von rund 88 Milliarden Euro. Wird der Verlust an Arbeitsproduktivität berücksichtigt, gingen der deutschen Volkswirtschaft rund 149 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung verloren.

Obwohl mit 42,4 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland ein neuer Höchststand bei der Beschäftigung erreicht wurde, sank die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle um 11.853 auf insgesamt 937.456. Damit liegt die Unfallquote je 1.000 Vollarbeiter im Schnitt bei 21,9. Höher war dieser Wert mit 45 in den Branchen Verkehr und Lagerei und mit 61 in der Bauwirtschaft. 

Die Zahl der Verrentungen wegen verminderter Erwerbsfähigkeit erreichte 2019 mit fast 162.000 Fällen einen Tiefstand in Deutschland. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Rückgang um 3,8 Prozent. "Psychische und Verhaltensstörungen" stehen mit rund 41,7 Prozent nach wie vor an erster Stelle als Ursache für Frühverrentung.

Einen detaillierten Überblick über die Entwicklung 2019 gibt der Bericht "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Berichtsjahr 2019"

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