E-Scooter: Regeln oft nicht bekannt

Wenn Nutzer von E-Scootern einen Unfall erleiden, ist oft Alkohol im Spiel. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei in Deutschland insgesamt 2.155 Unfälle mit den Elektrokleinstfahrzeugen, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, kamen dabei fünf Menschen ums Leben, 386 wurden schwer verletzt und 1.907 leicht. Bundesweit waren bei fast drei von vier dieser Unfälle mit Personenschaden die Fahrerin oder der Fahrer des elektrisch betriebenen Tretrollers hauptverantwortlich. Häufig war der Grund, dass die Fahrer die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren. In 18 Prozent der Fälle, in denen es zu einem Unfall kam, waren die Nutzer der E-Scooter alkoholisiert. Zum Vergleich: Bei Fahrradfahrern war das bei sieben Prozent der Unfälle der Fall.

Alkoholgrenze wie am Steuer eines Pkw

Auf Platz zwei folgte mit gut 16 Prozent die falsche Benutzung der Fahrbahn oder des Gehwegs. Die beiden Arten des Fehlverhaltens sprechen dafür, dass viele Nutzer von E-Scootern die für sie geltenden Verkehrsregeln nicht kennen oder sie bewusst missachten, gibt die Prüforganisation DEKRA zu bedenken. So gilt auch bei der Nutzung der E-Scooter, wie am Steuer eines Pkw, die Alkoholgrenze von 0,5 Promille, für Führerscheinneulinge die 0-Promille-Grenze. E-Scooter-Nutzer müssen, so weit vorhanden, Fahrradwege oder Schutzstreifen nutzen. Ansonsten sollen sie auf Fahrbahnen oder Seitenstreifen ausweichen. Das Fahren auf Gehwegen ist verboten.

Weitere Informationen des Statistischen Bundesamtes

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