Neue Unfallverhütungsvorschrift "Überfallprävention"

Zum 1. August ist die neue Unfallverhütungsvorschrift "Überfallprävention" (DGUV Vorschrift 25) in Kraft getreten. Die Vorschrift war im Mai von der Vertreterversammlung der BG Verkehr beschlossen worden und wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales genehmigt.

Mit 24 Seiten stellt die Unfallverhütungsvorschrift ein kompaktes Regelwerk dar. Wurden bisher die Bedingungen für den Bau, die Ausrüstung und den Betrieb genau festgeschrieben, werden in der neuen Vorschrift stattdessen Schutzziele vorgegeben. So können Unternehmen flexibler entscheiden, wie sie die Schutzziele erreichen.

Die neue Unfallverhütungsvorschrift fasst die Inhalte der beiden bisherigen Unfallverhütungsvorschriften "Kassen" (DGUV Vorschrift 25/26) und "Spielhallen, Spielcasinos, Automatensäle und Spielbanken" (DGUV Vorschrift 20) zusammen und erweitert den Anwendungsbereich auf die Bereiche "Verkaufsstellen im Handel" und "Kassen und Zahlstellen der öffentlichen Hand". Der Umgang mit Bargeld in Taxi und Bus fällt nicht unter den Anwendungsbereich der Vorschrift.

"Für die Aufsichtspersonen der BG Verkehr wird diese neue Unfallverhütungsvorschrift ein zentrales Instrument zur Prävention von Raubüberfällen sein", sagt Wolfgang Laske, stellvertretender Leiter des Geschäftsbereichs Prävention der BG Verkehr. "An der Vorschrift wird sich das Aufsichtshandeln gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten sowie Verkaufsstellen orientieren, in denen Versicherte Umgang mit Bargeld oder mit sonstigen Zahlungsmitteln bzw. Zugriff auf Wertsachen haben."

Zur neuen DGUV-Vorschrift 25 "Überfallprävention" 

Begleitende DGUV-Regeln geben Erläuterungen zu den einzelnen Paragraphen der DGUV-Vorschrift 25:

DGUV Regel 108-010 "Überfallprävention in Verkaufsstellen"

DGUV Regel 115-003 "Überfallprävention in Kreditinstituten"

Artikelaktionen