Sinkender Beitragsfuß und höhere Gefahrklassen bestimmen Beitrag

Der Vorstand der BG Verkehr hat in seiner Sitzung am 12. April 2018 den Beitragsfuß für das Umlagejahr 2017 festgesetzt. Dieser Wert ist maßgebend für die Beitragsberechnung und sinkt von 3,40 auf 3,10.

Den Ausschlag für die vom Vorstand beschlossene Beitragssenkung gaben die im Vergleich zu 2016 erneut gestiegenen Gesamtentgelte, die für die weiterhin gute Konjunkturlage sprechen. Darüber hinaus wirkten sich die im neuen Gefahrtarif zum Teil höher angesetzten Gefahrklassen, die für höhere Beitragseinheiten sorgten, positiv auf die Entwicklung des Beitragsfußes aus.

In einigen Gefahrtarifstellen, z. B. für die Bereiche Entsorgungswirtschaft, Luftfahrt, Möbelspedition und Omnibusunternehmen, führen gestiegene Gefahrklassen zu einer höheren Belastung beim Beitrag zur Berufsgenossenschaft. Für Unternehmen mit gegenüber 2016 gestiegenen Entgelten steigt der Beitrag schon aufgrund des Entgeltzuwachses. Binnenschifffahrts- und Taxiunternehmen werden bei der BG-Umlage spürbar entlastet.

Eine deutliche Anhebung ist bei der Lastenverteilung nach Entgelten erforderlich: Der Beitragsfuß wurde vom Vorstand auf 2,40 angehoben, einem Wert, der in vergleichbarer Höhe bereits in früheren Jahren festgesetzt wurde. Bei der Lastenverteilung handelt es sich um einen Finanzausgleich zwischen den Berufsgenossenschaften zur Entlastung der von Strukturveränderungen besonders betroffenen Branchen. Bis zu einem Lohnsummen-Freibetrag von 214.500 Euro besteht für die Mitgliedsunternehmen der BG Verkehr bei dieser Umlage keine Beitragspflicht. Damit werden kleinere Unternehmen vor dieser zusätzlichen finanziellen Belastung geschützt.

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