Vorschriften, Grenzwerte und erforderliche Maßnahmen

Grenzwerte und erforderliche Maßnahmen sind in der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV) festgelegt und in den Technischen Regeln Lärm und Vibration (TRLV) ausführlich erläutert. Sie gelten für Lärmeinwirkungen im Hörschallbereich ab 80 dB(A). Für die Beurteilung von extraauralen Lärmwirkungen bei Pegeln unter 80 dB(A) gibt die VDI-Richtlinie 2058 Bl.3 Hinweise.

In der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung sind folgende Maßnahmen bei Überschreitung der unteren Auslösewerte festgelegt:

LEX,8h > 80 dB(A) bzw. LpC,peak > 135 dB(C)

Informations- und Unterweisungspflicht (LEX,8h ≥ 80 dB(A), LpC,peak ≥ 135 dB) (§ 11(1))

  • Gehörschutz ist zur Verfügung zu stellen (§ 8(1))
  • Angebot arbeitsmedizinischer Vorsorgeuntersuchungen "Lärm" (ArbMedVV, Anh Teil 3 (2))

Bei Überschreitung der oberen Auslösewerte

LEX,8h ≥ 85 dB(A) bzw. LpC,peak ≥ 137 dB(C) gilt:

  • Lärmminderungsprogramm (LEX,8h > 85 dB(A), LpC,peak > 137 dB(C)) (§ 7(5))
  • Lärmbereichskennzeichnung (§ 7(4))
  • Abgrenzung und Zugangseinschränkung (§ 7(4))
  • Gehörschutz-Tragepflicht (§ 8(3))
  • Informations- und Unterweisungspflicht (§ 11)
  • Veranlassung arbeitsmedizinischer Vorsorgeuntersuchungen "Lärm" (ArbMedVV, Anh Teil 3 (1))
  • Führen einer Vorsorgekartei (ArbMedVV, § 4 (3))

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