Ionisierende Strahlung und Versicherte der BG Verkehr

Höhenstrahlung im Flugzeug

Höhenstrahlung ist kosmische Strahlung und tritt daher bei Flügen unvermeidlich auf. Die Dosis ist abhängig von der Flughöhe, der Flugroute und von bestimmten Sonnenereignissen. Durch Messungen und Berechnungsverfahren sind die Dosiswerte recht genau bekannt. Für fliegendes Personal ist von Durchschnittswerten um 2,5 mSv pro Jahr auszugehen (zusätzlich zur Hintergrunddosis in ähnlicher Höhe). Auf Grundlage des §103 StrlSchV werden die individuellen Jahresdosen ermittelt und beim Luftfahrtbundesamt gespeichert.

Funde

Bei Altmetalltransporten wird durch Fahrzeug-Scanner gelegentlich ionisierende Strahlung angezeigt. Hier ist in jedem Einzelfall ein näherer Blick auf das Messprotokoll erforderlich. Die bei der BG Verkehr bekannt gewordenen Fälle repräsentierten jeweils nur äußerst geringe Zerfallswerte, die gegenüber der Hintergrundstrahlung geringfügig erhöht waren. Sollten einmal höhere Werte angezeigt werden, ist das Fahrzeug aus der Nähe von Personen zu entfernen und Fachpersonal hinzuzuziehen.

Röntgenstrahlung zur Lkw-Durchleuchtung

Die Dosiswerte sind sehr gering. Dennoch ist im Rahmen des Minimierungsgebotes darauf zu achten, dass die Fahrer stets aussteigen, bevor die Fahrzeuge die Röntgenanlagen passieren. Es existieren auch kleine mobile Anlagen, bei denen das Fahrerhaus keiner Röntgenstrahlung ausgesetzt wird.

Gepäck- und Personenkontrolle auf Flughäfen

Die bekannten Portalscanner zur Personenkontrolle arbeiten in Deutschland mit elektromagnetischen Feldern und nicht mit ionisierender Strahlung. Eine Gefährdung kann dabei ausgeschlossen werden. Insbesondere in den USA werden aber auch bildgebende Verfahren mit Röntgenstrahlung eingesetzt. Die Dosis ist mit ca. 0,1 µSv pro Scan sehr gering, dennoch sollten Verfahren ohne ionisierende Strahlung bevorzugt werden. Bei Gepäckscannern wird Röntgenstrahlung eingesetzt. Diese wird aber sehr gut abgeschirmt, sodass selbst vollschichtig direkt daneben positioniertes Personal im ungünstigsten Fall Jahresdosen von max. 0,2 mSv erhält.

Transporte radioaktiver Materialien

Diese Transporte fallen unter die Gefahrgut-Klasse 7.

 

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