Optische Strahlung

Optische Strahlung ist elektromagnetische Strahlung im Wellenlängenbereich von 100 nm bis 1 mm und umfasst Ultraviolette Strahlung (UV), den sichtbaren Bereich (VIS) und Infrarotstrahlung (IR).

Wirkungen

Da optische Strahlung nur oberflächlich wirkt, sind die Zielorgane Haut und Augen. Die Effekte sind abhängig von der Intensität der Strahlung und von ihrer Dosis. UV-Strahlung ist bekannt für negative Wirkungen, als da sind Sonnenbrand, Hautkrebs, Hautalterung und Augenschäden – UV-Strahlung sorgt aber positiv auch für die Bildung von Vitamin D im Körper. IR-Strahlung kann angenehme Wärmewirkungen erzeugen, bei großer Intensität (z.B. an Schmelzöfen) kann es jedoch zur Verbrennung der Haut oder der Netzhaut des Auges kommen.

Gefährdungsbeurteilung

Die wesentlichen Daten für eine Gefährdungsbeurteilung sind Expositionszeit, Wellenlänge und Intensität. Haut und Augen sollten separat betrachtet werden. Bei vielen industriellen Anwendungen von UV-Lichtquellen, etwa zur Trocknung, Entkeimung oder Rissprüfung oder der Emission von IR-Strahlung z.B. beim Schweißen sind Messungen empfehlenswert. Die Anwendung der Grenzwerte ist bei der anschließenden Beurteilung von Messergebnissen nicht ganz einfach. Hier können Gerätehersteller, Messinstitute und auch die BG Verkehr helfen. Schutzmaßnahmen bei Gefährdung durch optische Strahlung sind primär Abdeckung und Einhausung - wo dies nicht möglich ist die Anwendung von geeigneten Schutzbrillen, d.h. mit definierter Abschwächung im passenden Wellenlängenbereich sowie Hautschutz wie körperbedeckende undurchlässige Kleidung, Handschuhe und Gesichtsschutz. Solche Arbeitsbereiche sind mit dem Warnzeichen "Vorsicht, gefährliche optische Strahlung" zu kennzeichnen.

Grenzwerte und Rechtsgrundlagen für künstliche optische Strahlung

  • EU-Richtlinie 2006/25/EG (noch nicht umgesetzt)
  • BGI 5006 - Expositionsgrenzwerte für künstliche optische Strahlung
  • BGR 192 - Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz

Zum Kompendium Arbeitsschutz

UV-Index

Die berufliche Exposition gegenüber der natürlichen UV-Strahlung der Sonne im Freien z.B. bei Seeleuten, Müllwerkern oder Beschäftigten auf dem Bau sind durch die o.g. Schriften nicht geregelt. Schädliche Wirkungen wie Hautalterung, Hautkrebs oder Augenschäden bestehen aber genauso wie bei künstlicher UV-Strahlung.
Ein empfehlenswertes Hilfsmittel ist der UV-Index (UVI), der z.B. vom Deutschen Wetterdienst aktuell und im Vorhersagebereich angegeben wird. Der UVI gibt in ganzen Zahlen von 0 bis 12 international einheitlich ein übersichtliches Maß für die UV-Belastung an. Ab einem UVI von 5 gelten Schutzmaßnahmen als "erforderlich".

Laserstrahlung

Ein Laser (Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation, d.h. Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung) ist eine künstliche gerichtete Strahlungsquelle.
Laser werden heute in fast allen Industriebereichen zum Messen und zur Materialbearbeitung eingesetzt - vom Laserpointer bis zum Schneidewerkzeug. Beim Schutz vor Laserstrahlung ist viel zu beachten. Die DGUV VOrschrift 11, bisher: BGV B2 "Laserstrahlung" gibt hierbei für den Betreiber von Lasereinrichtungen die wichtigsten Hinweise. 

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