Internationale Normungsarbeit der BG Verkehr

Ein sicheres Produkt bedeutet weniger Unfälle – deshalb engagieren sich die Unfallversicherungsträger und damit auch die BG Verkehr in den Bereichen Prüfung und Zertifizierung sowie der Normung von Arbeits- und Betriebsmitteln.

Arbeitsmittel müssen den Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen des europäischen Binnenmarkts entsprechen. Diese Anforderungen werden schon lange nicht mehr nur national, sondern insbesondere auf europäischer und internationaler Ebene formuliert. Der globale Warenverkehr mit regional unterschiedlichen Schutzniveaus und dem damit verbundenen Wegfall von nationalen Vorschriften, wie z. B. den Unfallverhütungsvorschriften (UVVen), macht es zudem erforderlich, auch bei der Mitgestaltung internationaler Normen aus Sicht der Unfallversicherungsträger ständig an vorderster Linie dabei zu sein.

Die beste Möglichkeit für die Berufsgenossenschaften, auf die Arbeitssicherheit der zukünftig am Markt präsenten Arbeitsmittel Einfluss zu nehmen, ist es, frühzeitig ihre Ziele für eine neue Norm zu formulieren und Weichen für die künftigen Norminhalte zu stellen. So konnten z. B. die Anforderungen aus den UVVen "Luftfahrt“, "Binnenschifffahrt", "PSA gegen Ertrinken" und weiteren Vorschriften nahezu vollständig in die jeweils europäisch harmonisierten Normenreihen und teilweise auch in die Spiegelgremien der internationalen Normen überführt werden. Sie stellen heute den „Stand der Technik“ für diese Maschinen, Geräte und Produkte in Europa dar.

Unsere Aufsichtspersonen leisten mit ihrer umfangreichen Erfahrung aus der täglichen Arbeit in unseren versicherten Unternehmen einen substanziellen Beitrag in den Normungsgremien und stellen sicher, dass sowohl die Belange der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes als auch die berechtigten Interessen der Mitgliedsunternehmen Berücksichtigung finden.

Artikelaktionen