Lärm und Gefahrstoffe

In geschlossenen Abfallbehandlungsanlagen können sich die ohnehin vorhandenen Gesundheitsgefahren wegen schlechter Belüftung und reflektiertem Schall quasi "aufschaukeln". Hier finden Sie Hinweise zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen:

Lärm - Lärmbelastungen bei der Abfallbehandlung und beim Recycling

Auf den folgenden Seiten können Sie nachschauen, mit welcher Lärmbelastung bei verschiedenen Tätigkeiten typischerweise zu rechnen ist. Die Einstufung unterscheidet vier Bereiche: 

Grünes Rechteck

keine Gehörgefährdung
(aber: Minimierungsgebot und Gefährdungsbeurteilung des Lärms)

keine Gehörgefährdung,
aber evtl. extraaurale Lärmwirkungen (Störung des Arbeitsprozesses, z.B. bei Konzentration; Stressreaktionen durch Lärm)

Untere(r) Auslösewert(e) nach LärmVibrationsArbSchV erreicht oder überschritten
(Präventionsbereich)

Obere(r) Auslösewert(e) nach LärmVibrationsArbSchV erreicht oder überschritten
(Lärmbereich)

Bitte beachten Sie: Die Angaben beziehen sich auf durchschnittliche, üblicherweise zu erwartenden Arbeitsbedingungen. Je nach Arbeitsumfeld kann die Lärmbelastung auch geringer (z.B. bei gekapselten Maschinen) oder höher (Benutzung vorwiegend älterer Maschinen/Fahrzeuge) ausfallen. In diesen Fällen sollten vorsichtshalber Messungen durchgeführt werden.

Gefahrstoffe

In Arbeitsbereichen von Abfallbehandlungsanlagen besteht die Gefahr der Belastung durch Staub und biologische Arbeitsstoffe. Ob eine Belastung vorliegt und wie groß sie ist, muss im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung, ggf. durch Messungen, ermittelt werden. Folgende Schutzmaßnahmen helfen zu verhindern, dass Gefahr- und Biostoffe eingeatmet werden:

  • Kabinen, Sortierkabinen und Steuerstände müssen technisch belüftet sein, die korrekte Funktion der Belüftung muss nachgewiesen sein, dazu ist eine wirksame Abdichtung der Kabinen erforderlich (s. 4.3.3.4).
  • Arbeitsbereiche müssen nach einem Reinigungsplan staubarm gereinigt werden.
  • Stark staubende Abfälle müssen ggf. befeuchtet/bedüst werden.
  • Wenn in Bereichen, die nicht belüftet werden können, dennoch gearbeitet werden muss, ist geeigneter Atemschutz zu tragen.

Weitere Informationen in der TRBA 214, Technische Regel für Biologische Arbeitsstoffe, Abfallbehandlungsanlagen - im Kompendium Arbeitsschutz der BG Verkehr.

Zum Kompendium

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