Aufnahmewege in den menschlichen Körper
Gefahrstoffe können auf drei verschiedenen Wegen in den menschlichen Körper gelangen, durch
- Einatmen
- Hautkontakt
- Verschlucken
Der Aufnahmeweg wird maßgeblich von der physikalischen Erscheinungsform der Stoffe bestimmt. Es wird zwischen folgenden physikalischen Erscheinungsformen unterschieden:
- Gase
- Flüssigkeiten
- Feststoffe
- Schwebstoffe – Nebel (Aerosole), Rauche und Stäube (Partikel)
Zum Beispiel können Lösungsmittel in flüssiger Form durch unmittelbaren Hautkontakt und als Dämpfe zum Teil schon bei Raumtemperatur über die Atemwege in den Körper gelangen.
Wirkung auf den menschlichen Körper
Gefahrstoffe können akut oder chronisch wirken. Merkmal einer akuten Wirkung ist die unmittelbare Körperschädigung, die sogar zum sofortigen Eintritt des Todes führen kann. Demgegenüber können chronische Schäden auftreten, wenn Gefahrstoffe über lange Zeit – auch in geringen Mengen – einwirken. Häufig wird die chronische Einwirkung unterschätzt. Dies gilt z. B. für den Umgang mit lösemittelhaltigen Produkten bezüglich ihrer Wirkung auf die Haut oder die inneren Organe.
KMR-Stoffe
Eine ganz besondere Art der Gefährdung geht von den Stoffen aus, die schwere Gesundheitsschäden bis hin zu Krebserkrankungen verursachen können. Beim Umgang mit diesen Stoffen und Gemischen gilt es, besondere Schutzmaßnahmen zu treffen.
Mehr Info
Stäube
Stäube können bei vielen Tätigkeiten in der Transport- und Logistikbranche, aber auch insbesondere in der Entsorgungsbranche auftreten, z. B. beim Transport und Umgang mit pulverförmigen Produkten oder bei Abbruch-, Sanierungs- und Reinigungsarbeiten.
Mehr Info
Hautgefährdungen
Viele Hautprobleme lassen sich vermeiden, wenn Hautgefährdungen in der Gefährdungsbeurteilung angemessen berücksichtigt, geeignete Schutzmaßnahmen festgelegt, umgesetzt und auf ihre Wirksamkeit geprüft werden.
Mehr Info
Abgase von Dieselmotoren
Ungeachtet aller Diskussionen und der Probleme mit Emissionen, hat der Dieselmotor insbesondere im gewerblichen Bereich noch längst nicht ausgedient. Deshalb sind Abgase von Dieselmotoren und geeignete Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten bei Tätigkeiten mit Dieselmotoren an Arbeitsplätzen weiterhin ein wichtiges Thema im Arbeitsschutz.
Mehr Info
Chrom(VI)
Bei Kontakt von chromlegiertem Stahl mit bestimmten Isolationsmaterialen können Chrom(VI)-Verbindungen entstehen. Chrom(VI)-Verbindungen sind krebserregend (Kat. 1B) und können die Haut sensibilisieren sowie die Atemwege reizen. Eine chronische Exposition erhöht das Risiko für Lungenkrebs.
Mehr Info