Gefahrstoffe

Wer im Bereich des Güterkraftverkehrs tätig ist, kann auf vielfältige Weise in Kontakt mit Gefahrstoffen kommen. Beachten Sie daher die Hinweise zu jedem Gefahrstoff und benutzen Sie die vorgesehene persönliche Schutzausrüstung zu Ihrer eigenen Sicherheit.

Gefahrstoffsymbole auf Fässern

Bei folgenden Tätigkeiten können Sie in Kontakt mit Gefahrstoffen kommen:

  • beim Be- und Entladen sowie gegebenenfalls beim innerbetrieblichen Transport von entsprechend gekennzeichneten Stoffen und Produkten
  • beim Öffnen und Entladen von begasten Frachtcontainern
  • beim Umgang mit Betriebsstoffen, wie Kraft- und Schmierstoffen, Brems- und Hydraulikflüssigkeit, Frostschutz, Akkusäure usw., oder bei der Verwendung von Produkten zur Fahrzeugreinigung bzw. -pflege
  • beim Straßentransport – hierbei werden Gefahrstoffe als Gefahrgut bezeichnet
  • auch Abgase, vom eigenen oder fremden Fahrzeug, sind Gefahrstoffe

Betrieb und Pflege eines Fahrzeuges können mit dem Umgang mit Gefahrstoffen verbunden sein. Das Nachfüllen von Schmier- und Betriebsstoffen und die Reinigung von Fahrzeugen bzw. Fahrzeugteilen kann es mit sich bringen, dass Sie ungewollten Hautkontakt mit schädlichen Flüssigkeiten bekommen, oder dass Sie ungesunde Dämpfe einatmen.

Tanken

Dieselkraftstoff riecht nicht nur unangenehm lange auf der Haut, er ist auch ein gesundheitsschädlicher Gefahrstoff, der bei wiederholtem Kontakt zu Hautekzemen führen kann.

  • Benutzen Sie Dieselhandschuhe – entweder von der Tankstelle oder einen eigenen, den Sie regelmäßig austauschen.
  • Waschen Sie Diesel umgehend ab, falls dieser auf die Haut gelangt.

Hinweise zur Innenreinigung: Cockpit-Spray und Co.

  • Lesen Sie die Herstellerhinweise und nehmen Sie diese ernst.
  • Bei der Anwendung von Sprays gilt absolutes Rauchverbot!
  • Benutzen Sie Handschuhe, wenn dies gefordert wird.
  • Lassen Sie beide Türen aufstehen, wenn gute Lüftung bei der Anwendung empfohlen wird. Nur ein Fenster herunterzulassen, ist zu wenig. Und lüften Sie mehrere Minuten nach, mindestens solange, bis kein Geruch mehr feststellbar ist.
  • Vermeiden Sie Produkte, die mit „Nano-Effekt“-Versprechungen versehen sind. Nano-Teilchen, so sind sich Arbeitsschützer einig, gehören nicht in Sprays, da die winzigen Partikel in den Körper gelangen und z. B. die Lunge schädigen können.
  • Bitte überlegen Sie immer, ob Sie Ihr Ziel nicht auch anders erreichen könnten, z. B. mit Wasser, Neutralseife und Schwamm.

Hinweise zur Fahrzeug-Außenreinigung

Überlassen Sie den Umgang mit Reinigungsmitteln und Waschwasser besser den Fachkräften aus der Waschanlage, die die richtige Schutzkleidung tragen und wissen, was in den Behältern enthalten ist. Beachten Sie folgende Punkte, falls Sie selber Hand anlegen:

  • Schützen Sie sich vor Waschwasser mit z. B. Mütze, Schürze, Handschuhen. Die bakterielle Belastung des Wassers ist oft unhygienisch hoch.
  • Anschließend müssen Sie unbedingt die Hände waschen.
  • Herumstehende Kübel mit Waschlösung und Bürste darin können Gefahrstoffe enthalten. Vor allem, wenn sie zur Felgenreinigung dienen, sind oft verdünnte Säuren enthalten, die reizend oder sogar ätzend auf die Haut wirken.

Tankreinigung / stickstoffinertisierte Tanks

Speziell beim Transport schüttfähiger und flüssiger Güter in Silo- und Tankfahrzeugen kann es sowohl bei der Reinigung als auch beim Öffnen der Silos oder Tanks zu Gefährdungen kommen, etwa durch

  • Restprodukte (Gefahrgut)
  • inertisierte Tanks oder Silos mit Stickstoff (Erstickungsgefahr)
  • Reinigungsprodukte

Grundsätzlich sollte die Reinigung von Tank- oder Silofahrzeugen nur in dafür vorgesehenen Tankreinigungsanlagen von Fachpersonal durchgeführt werden.

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