Förderung von Verkehrssicherheitskonzepten

Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten, die im Rahmen ihrer Gefährdungsbeurteilung Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit abgeleitet und ein Konzept zu deren Umsetzung entwickelt haben, können einen Zuschuss beantragen. Maßgeblich für die Berechnung der Mitarbeiterzahl ist die im Jahr vor der Antragstellung gemeldete Lohnsumme bei der BG Verkehr.

Eine umfassende Beurteilung der Gefährdungen bei der Arbeit umfasst auch die Tätigkeiten im Straßenverkehr. Viele Unternehmen stellen sich dieser Aufgabe bereits und legen Maßnahmen zur Verhinderung der Gefährdung fest. Denkbar sind solche Maßnahmen im technischen Bereich, zum Beispiel die Ausstattung mit Fahrerassistenzsystemen, aber auch in der Organisation, wie durch die Optimierung der Tourenplanung oder die Umsetzung von Pausenregelungen.

Ein weiterer Bereich ist die Verhaltensbeeinflussung. Die Bedingungen im Straßenverkehr erfordern von den Fahrerinnen und Fahrern viel Aufmerksamkeit und Konzentration. Noch mehr als im betrieblichen Alltag kommt es bei Fahrtätigkeiten auf die Eigenverantwortung und auf das richtige Verhalten sowie auf defensives und vorausschauendes Fahren an. Die Qualifizierung und Sensibilisierung der Fahrerinnen und Fahrer für mehr Sicherheit sind deshalb wichtige Bausteine betrieblicher Verkehrssicherheitsarbeit. Sie sind am wirksamsten, wenn sie direkt auf die Zielgruppen zugeschnitten und ausgerichtet werden.

Voraussetzung für die Vergabe von Zuschüssen ist ein dokumentiertes Konzept zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, idealerweise in den drei Bereichen Straßenverkehr, innerbetrieblicher Transport und Wegeunfälle. Das Konzept muss Maßnahmen enthalten, die aufgrund der Gefährdungsbeurteilung und anderer Faktoren wie z. B. Schadensarten und -häufigkeiten sowie den Zielgruppen eine Verbesserung der Verkehrssicherheit erwarten lassen. Maßnahmen können Schulungen, Schwerpunktprogramme oder auch Kombinationen mit Fahrsicherheitstrainings sein. Sie können von externen Institutionen umgesetzt, aber auch von innerbetrieblichen Moderatoren durchgeführt werden. In sie sollen mindestens 60 Mitarbeiter einbezogen sein. Bauliche Maßnahmen oder Investitionen in die technische Ausstattung von Fahrzeugen werden nicht bezuschusst.

Konzeptanträge und erforderliche Unterlagen werden bis zum 15.10.2018 bei der GSV GmbH eingereicht. Sie ist mit der Abwicklung beauftragt.

GSV GmbH
Postfach 50 02 29
22702 Hamburg
Fax: 040 3980-1040
E-Mail: fahrtraining@bg-verkehr.de

Ein Expertengremium bewertet die eingesandten Konzepte und entscheidet über die Höhe der Zuschüsse. Je nach Unternehmensgröße ist ein Zuschuss von maximal 30.000 Euro möglich.

Förderbedingungen zum Konzeptverfahren zur Verkehrssicherheitsarbeit (PDF)

Übersicht der Förderbeträge 2019 (PDF)

Fragebogen zu den Teilnehmerzahlen am Verkehrssicherheitskonzept (PDF)

 

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